Biontech sieht sich auf Kurs Richtung Krebsmedikament

Umsatz gesteigert, Verlust verkleinert - so lässt sich das erste
Halbjahr der Mainzer grob zusammenfassen. Die nächsten sechs Monate
dürften entscheidende Weichenstellungen bringen.

Mainz (dpa) - Das wegen eines Covid-Impfstoffs bekannte
Pharmaunternehmen Biontech sieht sich auf Kurs in Richtung einer
ersten Zulassung für ein Krebsmedikament. Im zweiten Quartal 2025
seien die beiden zentralen Säulen der Onkologie-Strategie gestärkt
worden, sagte Biontech-Chef und -Mitbegründer Ugur Sahin. Sahin
verwies auf die im Juni vereinbarte Kooperation mit dem US-Konzern
Bristol Myers Squibb, die in den kommenden Monaten Milliarden in die
Kassen der mit ihrem Corona-Impfstoff bekanntgewordenen Mainzer
spülen wird. 

Hoffnungen ruhen auf einem Wirkstoff namens BNT327

Die beiden Unternehmen hatten sich auf eine gemeinsame globale
Entwicklung und Kommerzialisierung eines der vielversprechendsten
Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Krebs namens BNT327 geeinigt,
wofür die Amerikaner reichlich Geld zahlen. Eine Vorabzahlung in Höhe
von 1,5 Milliarden US-Dollar wird im dritten Quartal erwartet. 

Neben der Kooperation mit BMS ergänze die geplante Übernahme des
einstigen deutschen Konkurrenten Curevac aus Tübingen die eigenen
Fähigkeiten in der mRNA-Technologie, die an den Bauplänen
körpereigener Eiweiße ansetzt, erklärte Sahin weiter. 

Angepasster Corona-Impfstoff kommt auf Markt

Im August wird den Angaben zufolge ein gemeinsam mit dem US-Partner
Pfizer entwickelter, an eine neue Corona-Variante angepasster
Impfstoff in der EU auf den Markt kommen. In den USA sei eine
Zulassung beantragt, die von den dortigen Behörden geprüft werde. 

Biontech steckt bei einem stark geschrumpften Geschäft mit
Covid-19-Impfstoff seit Jahren viel Geld in Krebstherapien. Im
Gesamtjahr 2025 sollen zwischen 2,6 und 2,8 Milliarden Euro in die
Forschung und Entwicklung gesteckt werden und damit nochmal mehr als
die 2,3 Milliarden im Vorjahr.

Im zweiten Quartal dieses Jahres kletterte der Umsatz zwar auf 260,8
Millionen Euro (Vorjahr: 128,7 Mio.), unter dem Strich stand dennoch
ein Verlust von 386,6 Millionen Euro. Das war allerdings deutlich
weniger als die knapp 808 Millionen Euro aus dem zweiten Quartal des
vergangenen Jahres.

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