Staatsanwalt wegen Untreue zu hoher Geldstrafe verurteilt

Nur Staats- und Amtsanwälte dürfen Anklagen schreiben, doch ein
Vertreter der Frankfurter Anklagebehörde handhabte dies anders. Das
kam den Staat teuer zu stehen.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein Frankfurter Staatsanwalt ist wegen
Untreue zu einer Geldstrafe von 30.000 Euro verurteilt worden. Die
Summe ergibt sich aus 300 Tagessätzen zu jeweils 100 Euro. Das Urteil
erging vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts
Frankfurt und ist noch nicht rechtskräftig.

Erst spät habe sich der heute 38 Jahre alte Mann geständig gezeigt,
sagte die Vorsitzende Richterin. Dem Staat sei durch sein Verhalten
ein Schaden von rund 90.000 Euro entstanden.

Anklagen von externen Kräften erstellt

Der heute 38-Jährige hatte Teile von Anklagen in Verfahren wegen
ärztlichen Abrechnungsbetrugs von sogenannten Gutachterinnen
schreiben lassen, die bei einer Firma beschäftigt waren. Dabei
handelte es sich überwiegend um Arzthelferinnen ohne juristische
Kenntnisse. 

Die Ermittlungsstelle gegen Korruption, bei der der Staatsanwalt
tätig war, wurde seinerzeit von einem mittlerweile rechtskräftig
verurteilten Ex-Oberstaatsanwalt geleitet. Dieser war wegen
Bestechlichkeit und Untreue verurteilt worden. Er hatte über Jahre
hinweg Gutachtenaufträge an Firmen vergeben, an denen er heimlich
beteiligt war.

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