Bessere globale Pandemie-Vorbereitung geplant
Während der Corona-Krise hakte es vielfach bei der globalen
Kooperation. Künftig sollen internationale Leitlinien die
Reaktionsfähigkeit verstärken.
Berlin (dpa) - Deutschland will eine Übereinkunft für eine bessere
weltweite Krisenreaktion bei künftigen Pandemien umsetzen. Das
Bundeskabinett billigte Gesetzespläne, die Änderungen bei
internationalen Gesundheitsvorschriften national verankern sollen.
Sie zielen unter anderem auf Informationsflüsse und das Bereithalten
von Laborkapazitäten. Auf die Neuregelungen hatten sich die
Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2024
verständigt.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sagte: «Die
Weltgemeinschaft muss sich besser auf globale Gesundheitskrisen
vorbereiten. Das hat uns die Corona-Pandemie gelehrt.» Benötigt
würden im Ernstfall schnell Informationen über Ursache und Lage von
Ausbrüchen. «Wir brauchen vor Ort in allen Ländern Labore und
Krankenhäuser, die mit der Verbreitung neuartiger Infektionen umgehen
können.» Nur mit guter Zusammenarbeit der Staatengemeinschaft werde
es möglich sein, globale Krisen einzudämmen oder sogar zu verhindern.
Vorbereitung bei Laboren
Vorgesehen ist unter anderem, dass die Mitgliedstaaten bei
Ereignissen, die eine gesundheitliche Notlage von internationaler
Tragweite sein könnten, die WHO informieren sollen. Zudem sollen sie
«Kernkapazitäten» vorhalten, etwa für Labordiagnostik und
Risikokommunikation. Die Souveränität Deutschlands und nationale
Schutzmaßnahmen blieben unberührt, betonte das Ministerium. Der
Gesetzentwurf geht jetzt an den Bundestag und auch in den Bundesrat.
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