Sonne, Mond und Sterne im Juni - Heller Morgenstern und Sonnenwende Von Hans-Ulrich Keller, dpa

Noch werden die Tage länger - aber das ändert sich mit der
Sommersonnenwende. Ein roter Riesenstern zeigt sich im Juni am
Horizont, und ein Nachbarplanet dominiert den Morgenhimmel.

Stuttgart (dpa) - Am nächtlichen Firmament zeigt sich im Juni vor
allem ein Planet deutlich: Die Venus beherrscht mit ihrem Glanz den
Morgenhimmel. Ihre Aufgänge erfolgen immer früher, der Morgenstern
strebt immer nördlichere Positionen im Tierkreis an. Anfang Juni
erscheint Venus etwa zwanzig Minuten vor vier Uhr morgens am
Nordosthimmel, zu Monatsende bereits kurz vor drei Uhr. 

Schon am 1. erreicht unser innerer Nachbarplanet mit 46 Grad ihren
größten westlichen Winkelabstand von der Sonne. Entsprechend früher
steigt Venus vor der Sonne über den Nordosthorizont. Im Teleskop
erscheint der Planet am 1. halb beleuchtet wie ein kleiner Halbmond.

Am 22. sieht man gegen 3:30 Uhr am Morgenhimmel knapp über dem
Osthorizont die Sichel des abnehmenden Mondes nahe bei Venus.

Merkur mit bloßem Auge am Westhorizont beobachtbar

Der flinke und sonnennächste Planet Merkur zeigt sich nur selten. Im
Juni kann man ihn zum zweiten und auch zum letzten Mal in diesem Jahr
am Abendhimmel erspähen. In der zweiten Augusthälfte und der zweiten
Dezemberhälfte wird man ihn am Morgenhimmel sehen können. 

Die Tage vom 16. bis 22. Juni sind die günstigsten, um Merkur knapp
über dem Westhorizont zu erkennen. Ein Fernglas kann hier hilfreich
sein. Erst eine Viertelstunde nach 22 Uhr ist es dunkel genug, um
Merkur mit bloßen Augen auszumachen. Zwanzig Minuten später versinkt
der Benjamin der Planeten im dichten, horizontnahen Dunst.

Mars wird im Laufe des Monats lichtschwächer

Mars ist Planet der ersten Nachthälfte. Er eilt rechtläufig durch das
Sternbild Löwe und zieht am Abend des 17. knapp nördlich an Regulus,
dem Löwen-Hauptstern, vorbei. Der Marsuntergang erfolgt am 1. um 1:40
Uhr Sommerzeit. Am Monatsletzten geht der inzwischen immer
lichtschwächer werdende Mars schon um 23:12 Uhr unter.

Jupiter hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen. Allenfalls zu
Monatsanfang kann man ihn mit einem Fernglas noch aufstöbern. Am 1.
geht der helle Riesenplanet um 21:38 Uhr unter. Am 12. wechselt er
aus dem Sternbild Stier in die Zwillinge. Am 24. wird der
Riesenplanet von der Sonne eingeholt und steht in Konjunktion mit
ihr. Er hält sich am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar
unter dem Horizont.

Saturn ist Planet am Morgenhimmel. Er wandert rechtläufig durch das
Sternbild Fische.

Das Sommerdreieck verdrängt das Frühlingsdreieck

Der Fixsternhimmel zeigt sich nun sommerlich. Der Große Wagen ist
hoch am Nordwesthimmel zu sehen, während sich die Kassiopeia im
Nordosten anschickt, höher zu steigen. Besser bekannt ist die
Kassiopeia als Himmels-W -nach der Anordnung ihrer Sterne, die an den
Buchstaben "W" erinnern.

Das Frühlingsdreieck, das sich aus Arktur im Bootes, Regulus im Löwen
und Spica in der Jungfrau zusammensetzt, hat sich in die westliche
Himmelshälfte begeben. Im Osten ist dagegen das Sommerdreieck mit
Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler bereits
komplett aufgegangen. Tief im Norden zeigt sich die in unseren
Breiten zirkumpolare Kapella, der hellste Stern im Sternbild
Fuhrmann.

Im Westen neigt sich der Löwe dem Untergang zu. Das Löwentrapez steht
schräg zum Westhorizont. Das Feld im Südwesten wird von der Jungfrau
mit ihrem bläulichen Hauptstern Spica besetzt gehalten.

Der Skorpion krabbelt am Horizont, samt rotem Hauptstern Antares

Tief im Süden krabbelt der Skorpion den Horizont entlang. Sein
tiefroter Hauptstern Antares ist kaum zu übersehen. Er ist ein
Überriesenstern in 600 Lichtjahren Entfernung, in dem unser gesamtes
inneres Planetensystem über die Marsbahn hinaus bequem Platz fände.
Antares heißt so viel wie «marsähnlicher» Stern. 

Der römische Kriegsgott Mars heißt im Griechischen Ares. Antares
ähnelt in der rötlichen Farbe dem Planeten Mars. Auch steht Antares
nahe der scheinbaren Sonnenbahn, weshalb er gelegentlich mit Mars
verwechselt wird.

Ein wenig nördlich vom Skorpion stößt man auf den Schlangenträger m
it
der Schlange. Beide Sternbilder setzen sich nur aus lichtschwachen
Sternen zusammen und nehmen ein vergleichsweise großes Himmelsareal
ein. Nur bei sehr klarem Himmel ohne Störung durch Mondlicht und
irdische Lichtverschmutzung kann man den Ophiuchus, wie sein
lateinischer Name lautet, erkennen.

Vollmond und Neumond

Vollmond tritt am 11. um 9:44 Uhr ein. Die Nacht vom 10. auf 11. ist
die kürzeste Vollmondnacht im Jahr 2025, wobei der Vollmond auch die
geringste Höhe über dem Südhorizont erreicht. Bereits am 7. erreicht

der Mond mit 405.553 Kilometer seine größte Erdentfernung.

In Erdnähe gelangt der Mond mit 363.178 Kilometer am 23. Juni. Zwei
Tage später, nämlich am 25., befindet sich der Mond um 12:32 Uhr in
Neumondposition, eine neue Lunation beginnt. Sie trägt die Nummer
1268.

Sommersonnenwende am 21. Juni

Die Sonne erklimmt am 21. um 4:42 Uhr den Gipfel ihrer Jahresbahn,
die Sommersonnenwende tritt ein. Um diese Uhrzeit passiert unser
Zentralgestirn den Sommerpunkt. Der Sommerpunkt markiert den Beginn
des Tierkreiszeichens Krebs.

Von da an nimmt die Höhe der Sonne wieder ab, sie sinkt zum
Herbstpunkt am Himmelsäquator hinab. Bereits um 17 Uhr am selben Tag
wechselt die Sonne aus dem Sternbild Stier in das Sternbild
Zwillinge.

Zu Sommerbeginn erreicht die Sonne ihre größte Mittagshöhe. Der 21.
Juni ist der längste Tag des Jahres, gefolgt von der kürzesten Nacht.
In Hamburg scheint die Sonne - auch wenn sie sich hinter Wolken
verbirgt - 17 Stunden und zwei Minuten, in München 16 Stunden und
drei Minuten. 

Da unsere Uhren nach mittlerer Sonnenzeit gehen, die Sonnenauf- und
-untergänge aber für die wahre Sonne angegeben werden, so erfolgt der
früheste Sonnenaufgang fünf Tage vor der Sonnenwende. Der späteste
Sonnenuntergang folgt dagegen vier Tage danach - eine Folge der
sogenannten Zeitgleichung.

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