Schweinepest-Sperrzonen verkleinert - Hoffnung auf Aufhebung
Parchim (dpa/mv) - Eineinhalb Jahre nach Ausbruch der Afrikanischen
Schweinepest (ASP) in Ludwigslust-Parchim erlaubt die Eindämmung der
Seuche die weitere Reduzierung von Schutzmaßnahmen. Die
eingerichteten Sperrzonen mit Einschränkungen für Jagd, Land- und
Forstwirtschaft könnten von etwa 120 000 auf rund 30 000 Hektar
verkleinert werden, teilte das Schweriner Landwirtschaftsministerium
am Montag mit.
In Restriktionszonen ist neben weiteren Vorsichtsmaßnahmen etwa der
Transport von Schweinen, Schweinefleisch und Erzeugnissen daraus
streng reglementiert. Sowohl Schweinebestände als auch Wildschweine
werden intensiv überwacht und untersucht. Auch Schutzzäune waren
aufgestellt worden.
Im November 2021 war nahe Marnitz die Afrikanische Schweinepest
erstmals bei einem Wildschwein in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt
worden. Kurz vorher hatte es bereits einen Nachweis in einem
Schweinezuchtbetrieb im Landkreis Rostock gegeben.
«Eine vollständige Aufhebung der Restriktionen ist aufgrund der
langen Haltbarkeit des ASP-Virus in der Umwelt von bis zu 18 Monaten
noch nicht möglich», wurde Olav Henschel, Leiter des Fachdienstes
Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises
Ludwigslust-Parchim, zitiert. «Die Untersuchungsergebnisse der
letzten Monate stimmen jedoch vorsichtig optimistisch, dass innerhalb
eines Jahres eine vollständige Aufhebung der Maßnahmen erfolgen
kann.» Voraussetzung sei, dass keine erneuten positiven Nachweise
erfolgen.
Insgesamt gab es laut Landwirtschaftsministerium 47 Nachweise des
ASP-Virus bei Wildschweinen - 1 nördlich und 46 südlich der Autobahn
24, zuletzt im Oktober 2022.
Nach Aussage des Schweriner Landwirtschaftsministers Till Backhaus
(SPD) hat das Land rund 17 Millionen Euro zum Beispiel in Wildzäune,
Prämien für den Abschuss von Schwarzwild oder die Ausbildung von
Kadaversuchhunden investiert. «Doch das ist nur ein Bruchteil dessen,
was in anderen Bundesländern, in denen das Seuchengeschehen noch
nicht gestoppt ist, an Kosten angefallen ist.»
Die Afrikanische Schweinepest ist für Wild- und Hausschweine tödlich,
für Menschen gilt sie als ungefährlich. Dringt das Virus in einen
Schweinestall ein, werden dort alle Tiere getötet. Wirtschaftliche
Folgen hat aber auch schon ein Auftreten bei Wildschweinen: Viele
Länder importieren aus Angst vor dem Virus kein Schweinefleisch aus
Ländern mit ASP-Fällen.
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