Schwesig weist Vorwürfe zu ungenauen Corona-Zahlen zurück

Schwerin (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin
Manuela Schwesig (SPD) hat Vorwürfe zurückgewiesen, beim Vergleich
der Corona-Infektionsraten Geimpfter und Ungeimpfter im vergangenen
Jahr mit falschen Zahlen argumentiert zu haben. Sie bedauere, dass
dieser Eindruck erweckt worden sei, sagte sie am Dienstagabend in
einem Live-Chat der «Schweriner Volkszeitung» und der «Norddeutschen

Neuesten Nachrichten». Sie habe die ungenauen Zahlen nicht
absichtlich verbreitet.

Schwesig hatte Anfang Dezember mit Infektionszahlen Geimpfter und
Ungeimpfter argumentiert, wie der Moderator erläuterte. Den
Ungeimpften seien dabei auch Menschen zugerechnet worden, deren
Impfstatus unklar war. Schwesig sagte, im Sommer 2021 seien vom RKI
Menschen ohne genau feststellbaren Impfstatus erst einmal den
Ungeimpften zugerechnet worden. Als das Problem erkannt worden sei,
habe man die Zählung so gestoppt. Jetzt werde es getrennt
ausgewiesen: Geimpft, ungeimpft und unklar.

Schwesig bekräftigte, dass Ungeimpfte nach wie vor deutlich stärker
von Corona betroffen seien als Ungeimpfte. So betrage die
Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der Menschen je 100 000
Einwohner, die binnen sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus
müssen - bei Ungeimpften 11 und bei Geimpften 1. «Diejenigen mit
unklarem Status sind da rausgerechnet», betonte die Regierungschefin.