Corona-Inzidenz in Hamburg steigt auf mindestens 690,2

Hamburg (dpa/lno) - Der rasante Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz bei
den Corona-Neuinfektionen in Hamburg hält an. Die Gesundheitsbehörde
gab die Zahl neu gemeldeten Ansteckungen je 100 000 Einwohner binnen
einer Woche am Dienstag mit 690,2, an (Stand: 12.00 Uhr). Am Montag
betrug der Wert 659,7, vor einer Woche noch 463,3. Zugleich erhöhte
sich die Zahl der seit Beginn der Pandemie an oder im Zusammenhang
mit dem Coronavirus gestorben Menschen um 2 auf 2032.

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz liegt Hamburg weiter deutlich über dem
Bundesdurchschnitt. Auf Basis einer anderen Berechnungsmethode gab
das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz
von 581,1 für Hamburg an, für ganz Deutschland einen Wert von 387,9.
Laut Gesundheitsbehörde kamen am Montag in Hamburg 2048 bestätigte
Neuansteckungen hinzu. Das sind 150 mehr als am Vortag und 580 mehr
als am Dienstag vor einer Woche. Insgesamt haben sich seit Februar
2020 in der Hansestadt nun mindestens 158 954 Menschen infiziert.
Davon gelten 127 700 nach RKI-Schätzung als genesen.

Die Behörde versah die Zahlen abermals mit dem Hinweis, dass von
einer höheren Fallzahl und somit auch von einer höheren Inzidenz
ausgegangen werden muss. Der Grund sei der schnelle Anstieg und das
hohe Fallaufkommen, welches zu einer teilweise späteren Meldung durch
die Labore sowie zu einer teilweise verzögerten Bearbeitung an den
übermittelnden Stellen führten.

Auf den Intensivstationen der Hamburger Krankenhäuser wurden am
Dienstagmittag (Stand: 11.20 Uhr) 86 Covid-19-Patienten behandelt,
vier mehr als am Vortag. Das geht aus dem Register der Deutschen
Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
(Divi) hervor. 46 von ihnen mussten demnach invasiv beatmet werden,
drei mehr als am Montag. Die Gesundheitsbehörde gab die Gesamtzahl
der Covid-19-Fälle in den Kliniken mit 366 an (Stand: Montag).

Die Hospitalisierungsinzidenz, also die Zahl der in Krankenhäusern
aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner und Woche, lag am
Dienstag dem RKI zufolge bei 4,70. Zuvor war sie über das Wochenende
von 3,40 auf 5,34 gestiegen. Bundesweit stagnierte der Wert bei 3,34.
Bei Überschreiten der Grenzwerte 3, 6 und 9 können die Bundesländer
jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängen.


79,9 Prozent der Hamburgerinnen und Hamburger sind nach RKI-Angaben
inzwischen mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Grundschutz
mit der meist nötigen zweiten Spritze haben demnach 77,6 Prozent der
Hansestädter. Eine Auffrischungsimpfung erhielten 39,2 Prozent.

Bei den Erst- und Zweitimpfungen liegt Hamburg im Ländervergleich
weiter auf dem dritten Platz hinter Bremen und dem Saarland. Bei den
«Booster»-Impfungen zur Auffrischung belegt die Hansestadt unter den
westdeutschen Ländern den letzten Platz, bundesweit liegt Hamburg
noch vor Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.