Nächste Millionenmetropole in China verhängt Corona-Lockdown

Peking (dpa) - Wegen eines Corona-Ausbruchs hat in China eine weitere
Millionenmetropole eine strikte Ausgangssperre für die Bevölkerung
verhängt. Wie die Behörden der ostchinesischen Metropole Anyang
(Provinz Henan) am Dienstag mitteilten, sollen sich die 5,5 Millionen
Bewohner der Stadt testen lassen und ansonsten nicht vor die Tür
gehen. Sämtlicher Autoverkehr wurde untersagt. Auch die meisten
Geschäfte mussten schließen. Nachdem bereits in den Städten Xi'an und

Yuzhou ähnliche Maßnahmen ergriffen wurden, sind derzeit etwa 20
Millionen Menschen in China von Ausgangssperren betroffen.

Die Behörden von Anyang entschieden sich zu dem drastischen Schritt,
nachdem am Vortag in der Stadt zwei mit der ansteckenderen
Omikron-Variante Infizierte entdeckt worden waren. Am Dienstag wurden
bereits 58 Infektionen gezählt, wie die staatliche Nachrichtenagentur
Xinhua berichtete. Am Sonntag waren die ersten lokalen Omikron-Fälle
Chinas in Pekings Nachbarstadt Tianjin festgestellt worden. Dort ist
die Zahl der Infektionen seitdem auf 50 gestiegen.

Gesundheitsämter rechneten mit weiteren Infektionen. Omikron dürfte
die strikte Null-Covid-Strategie Chinas mit Massentests,
Ausgangssperren, Quarantäne und Abschottung schwer auf die Probe
stellen.