Sieben-Tage-Inzidenz nimmt in Brandenburg weiter zu

Potsdam (dpa/bb) - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Brandenburg ist auch
am zweiten Tag des neuen Jahres gestiegen. Innerhalb einer Woche
steckten sich 366,5 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus
an, wie das Gesundheitsministerium berichtete. Am Samstag lag der
Wert bei 356,2, vor einer Woche bei 402. Im Vergleich mit den anderen
Bundesländern hat Brandenburg nach Thüringen und Bremen wie auch am
Vortag die dritthöchste Inzidenz. Den Bundeswert gab das Robert
Koch-Institut am Sonntagmorgen mit 222,7 an. Weil zwischen den Jahren
weniger getestet und gemeldet wird, geht das RKI bei den Zahlen von
einer Untererfassung aus, sie werden unvollständig abgebildet.

Mit einem Inzidenzwert von 662,7 hat Cottbus unter den kreisfreien
Städten und Landkreisen deutschlandweit die zweithöchste Zahl an
Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Nur der
Ilm-Kreis in Thüringen hat eine höhere Inzidenz (789,7).

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Covid-Patienten innerhalb
einer Woche je 100 000 Menschen nahm leicht ab. Nach 3,83 am
Neujahrstag sank die Hospitalisierungsinzidenz auf 3,52. Die
Warnampel steht in diesem Bereich auf Gelb.

164 Covid-Erkrankte liegen den Angaben zufolge auf Intensivstationen
im Land nach 166 am Samstag, hiervon müssen mit Stand Freitag 132
beatmet werden. Insgesamt sind 641 Menschen mit Covid-19 im
Krankenhaus.

Die Gesundheitsämter meldeten 678 neue Corona-Infektionen binnen
eines Tages nach 870 am Neujahrstag. Allerdings wurden von einigen
Landkreisen und kreisfreien Städten keine Daten übermittelt.

Vollständig geimpft sind in Brandenburg nach Daten des RKI 1 630 711
Menschen. Das entspricht einer Impfquote von 64,4 Prozent. Im
Bundesländervergleich bleibt Brandenburg damit weiter auf dem
vorletzten Rang. Darüber hinaus hat 32,1 Prozent der Bevölkerung mit
Stand Mittwoch eine Auffrischimpfung erhalten.