Mehr Präsenz in den Hochschulen von MV - so soll es klappen

18.09.2021 08:00

In den vergangenen drei Semestern mussten die Hochschulen wegen der
Corona-Pandemie viel experimentieren, um ein gutes Programm zu
bieten. Im neuen Wintersemester scheint dies etwas leichter zu gehen.

Rostock/Greifswald (dpa/mv) - Bildschirm statt Hörsaal - so sah das
Studium auch für viele Studierende im Nordosten während der
Corona-Pandemie zumeist aus. Dieses Wintersemester soll anders sein.

Mit dem Ziel, möglichst vielen Studierenden Präsenzveranstaltungen
anzubieten, geht die UNIVERSITÄT ROSTOCK ins neue Wintersemester. Das

Konzept sehe vor, dass Geimpfte und Genesene ohne besondere
Abstandsregelung, aber mit Mund-Nasen-Schutz in den Räumen sein
dürfen, sagte Sprecherin Kristin Nölting. Noch nicht immunisierte
Studierende sollen in abgegrenzten Bereichen mit einem Mindestabstand
von einem Meter im sogenannten Schachbrettschema sitzen.
Voraussetzung dafür sei, dass sie mindestens zweimal pro Woche einen
Negativtest vorlegen.

Gleichzeitig strebe die Uni Rostock an, möglichst viele
Veranstaltungen in hybrider Form anzubieten. Im vergangenen
Wintersemester waren an der Uni Rostock mehr als 12 200 Studenten
registriert, davon rund 1850 Erstsemester.

An der UNIVERSITÄT GREIFSWALD sind laut einer Umfrage des Allgemeinen
Studierendenausschusses (AStA) bereits fast 90 Prozent der
Studierenden vollständig geimpft. Die Greifswalder Hochschule will
ebenfalls wieder mehr Präsenzveranstaltungen ermöglichen. Auch dort
ist laut Sprecher Jan Meßerschmidt das Schachbrettmuster als
Sitzordnung vorgesehen. Weiterhin werde es auch digitale und hybride
Veranstaltungen geben. Zugang zu Vorlesungen und Seminarräumen werde
entsprechend der 3G-Regeln gewährt. Ein entsprechender Nachweis könne
etwa über das Einlesen des Studierendenausweises erfolgen.

Ohne Impfung oder Genesung können Studierende etwa Selbsttests machen
und entsprechende eidesstattliche Erklärungen vorlegen. Bis Mitte
November stelle die Hochschule noch kostenlose Selbsttests zur
Verfügung. In den Gebäuden gelte weiterhin Maskenpflicht. Die Uni
gehe bis zum Ende der Einschreibungsphase von etwa 10 000
Studierenden aus.

Auch die HOCHSCHULE FÜR MUSIK UND THEATER (HMT) ROSTOCK plant einen
regulären Studienbetrieb, also alle Lehrveranstaltungen in Präsenz
für die mehr als 550 Studierenden. Es sollen ein wöchentlicher
Hauptfach- und Gruppenunterricht, Vortrags- und szenische Abende,
Konzerte und Vorstellungen vor möglichst großem Publikum, Seminare
und Vorlesungen unter 3G-Bedingungen ermöglicht werden. «Um die
Impfquote unter allen Hochschulangehörigen zu ermitteln, führt die
hmt aktuell eine anonyme Umfrage durch», sagte Sprecherin Angelika
Thönes.

«Alle Lehrende und Studierende müssen sich bei Betreten des
Unterrichtsraums zwingend über die Darf-ich-rein-App registrieren»,
hieß es aus der HOCHSCHULE WISMAR mit rund 8000 Studenten. Dabei
werde der 3G-Status abgefragt. Erst dann sei die Registrierung für
den Raum abgeschlossen und ein digitales Ticket wird erstellt. «Ohne
Ticket kein Eintritt», sagte Kerstin Baldauf von der Pressestelle.

Die HOCHSCHULE STRALSUND hat nach eigenen Angaben in diesem
Wintersemester fast 2380 Studierende. Auch dort gelte neben der
Maskenpflicht in Gebäuden die 3-G-Regel für die Teilnahme an
Präsenzveranstaltungen - entsprechende Nachweise seien mitzuführen.