Verdi-Chef kritisiert Pläne zum Ende von Entgeltersatz

15.09.2021 01:00

Berlin (dpa) - Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat das Vorhaben
vieler Bundesländer kritisiert, bald keine Entschädigung für
Verdienstausfälle mehr zu zahlen, wenn Ungeimpfte in Quarantäne
müssen. Aus Sicht der Gewerkschaft sei es falsch zu versuchen, eine
«Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen», sagte
Gewerkschaftschef Frank Werneke den Zeitungen der Funke Mediengruppe
(Mittwoch). «Die Politik steht im Wort, dass Impfen freiwillig
bleiben soll.»

In ersten Bundesländern sollen Nicht-Geimpfte bald keinen Anspruch
auf Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen angeordneter
Quarantäne mehr haben. Über einen bundesweit einheitlichen Umgang
damit wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch
kommender Woche beraten. Dies sieht das Bundesinfektionsschutzgesetz
bereits vor, wenn eine Absonderung hätte vermieden werden können,
indem man eine empfohlene Schutzimpfung in Anspruch nimmt.