60 Prozent der Brandenburger mit einer Dosis gegen Corona geimpft

13.09.2021 15:41

Potsdam (dpa/bb) - Fast ein Dreivierteljahr nach dem Start der
Corona-Impfungen haben 60 Prozent der Brandenburgerinnen und
Brandenburger eine erste Dosis verabreicht bekommen. Rund 1,5
Millionen Menschen seien einmal geimpft, berichtete das
Gesundheitsministerium am Montag. Vollständig geimpft sind demnach
1,4 Millionen Menschen, das entspricht 56,3 Prozent der Bevölkerung.
Mit der Quote der Erstimpfung liegt Brandenburg im Ländervergleich
hinter Sachsen und Thüringen auf dem drittletzten Rang, bei der
vollständigen Impfung hinter Sachsen auf dem zweitletzten Platz. Das
geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor. Bis zum 19.
September findet eine bundesweite Aktionswoche zum Impfen statt.

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) zeigte sich nicht
zufrieden mit dem bisherigen Fortschritt. Sie verwies auf die
Aktionswoche und rief erneut zum Impfen auf. «Das ist wichtig. Denn
noch ist die Bevölkerung nicht in ausreichendem Maße durch eine
Impfung immunisiert.»

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen in Brandenburg stagniert. Sie lag
am Montag erneut bei 43,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in
einer Woche. Vor einer Woche lag dieser Wert bei 37,3. Diese
Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Cottbus seit Samstag über dem Wert von
100, am niedrigsten ist sie in Frankfurt (Oder) mit 3,5. Die
Gesundheitsämter meldeten 61 neue Corona-Fälle, von mehreren
Landkreisen und Städten lagen aber keine neuen Zahlen vor. Die Zahl
im Krankenhaus aufgenommener Corona-Patienten soll die
Sieben-Tage-Inzidenzen der Kommunen als Messlatte für Regeln ablösen.

Seit diesem Montag gilt eine verschärfte Testpflicht für Volksfeste,
Fußballspiele und Open-Air-Kinos im Freien, wenn die
Sieben-Tage-Inzidenz über 20 liegt - das ist mit Aufnahme von
Frankfurt (Oder) überall im Land der Fall. Besucher müssen sich dann
testen lassen, wenn mehr als 500 Menschen zu einer Veranstaltung
kommen. Für Vereinssitzungen oder ähnliche Veranstaltungen in
Innenräumen ohne Unterhaltungscharakter halbiert sich die Grenze für
eine Testpflicht von mehr als 200 auf mehr als 100.

Das Kabinett berät voraussichtlich am Dienstag über die Einführung
einer «2G»-Regel ähnlich wie in Hamburg, nach der Gastwirte oder
Veranstalter selbst entscheiden können, ob sie nur Geimpfte und
Genesene einlassen. Dann sollen Auflagen entfallen.