) Impfungen für Jahrgang 1941 angelaufen - 1942 und 1943 folgen bald

08.04.2021 18:33

In NRW werden jetzt auch die 79-Jährigen gegen das Coronavirus
geimpft. Und in Kürze sollen Buchungsmöglichkeiten für weitere
Jahrgänge freigeschaltet werden.

Düsseldorf (dpa/lnw) - In den nordrhein-westfälischen Impfzentren
sind am Donnerstag die Corona-Schutzimpfungen für den Jahrgang 1941
angelaufen - teils mit längeren Warteschlangen. Sie erhalten nach
Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums das Präparat von
Biontech/Pfizer. Parallel laufen die Impfungen für besonders
gefährdete Berufsgruppen und Zweitimpfungen für über 80-Jährige
weiter.

Gleichzeitig kündigte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein an,
dass im Rheinland ab sofort auch alle Senioren ab dem Jahrgang 1943,
die in diesem Jahr 78 Jahre alt werden oder älter sind, einen Termin
für eine Covid-19-Schutzimpfung buchen können. Für die
Lebenspartnerin oder den Lebenspartner könne unabhängig vom Alter
gleich ein Termin mitgebucht werden. Derzeit seien noch in fast allen
Impfzentren Termine buchbar. Weitere Termine würden in den nächsten
Tagen freigeschaltet.

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zog am
Donnerstag eine erste positive Zwischenbilanz. Trotz des großen
Ansturms - auch während der Astrazeneca-Sonderaktion für die
Altersgruppe «60 plus» über die Ostertage - halte die neue
Buchungsplattform stand und laufe stabil, erklärte der Vorstand in
einer Mitteilung. In der Spitze habe das neue Portal 5000
Impf-Termine pro Minute vergeben, teilte die Deutsche Telekom mit.

Das NRW-Gesundheitsministerium sprach von problemlosen Buchungen für
den Jahrgang 1941. «Es stehen ausreichend Termine zur Verfügung.» Der

Kreis Wesel sprach am Mittag allerdings von längeren Wartezeiten im
örtlichen Impfzentrum. Viele Impflinge brächten die erforderlichen
Dokumente nicht ausgefüllt mit, sondern hätten das noch vor Ort
nachzuholen. Sie seien offenbar von der KV Nordrhein bei der
telefonischen Buchung nicht deutlich über die Dokumente informiert
worden. Deshalb werde der Krisenstab Kontakt mit der KV aufnehmen.

Andere Impflinge hätten einfach ihre Ehepartner mit gebracht in der
fälschlichen Annahme, diese würden automatisch mitgeimpft. «Ohne
Termin kann leider keine Impfung erfolgen», stellte Landrat Ingo
Brohl fest. Auch im Impfzentrum Bonn reihten sich am Vormittag
etliche Senioren in die Schlangen ein und warteten geduldig auf ihren
Piks.

Die 79-Jährigen sind seit Dienstag aufgerufen, Termine zu buchen.
Auch Bürger, die 80 Jahre oder älter seien, könnten weiter
Impf-Termine vereinbaren - ebenfalls für Lebenspartner, gleich
welchen Alters, erklärte die KVWL. «Wichtig ist, dass der Termin für

den Lebenspartner aktiv gebucht wird.»

In Kürze würden auch schon die Buchungssysteme für die Jahrgänge 19
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und 1943 freigeschaltet, kündigte das Ministerium auf Anfrage der
Deutschen Presse-Agentur an. Derzeit sei die Nachfrage nicht genau zu
prognostizieren, weil noch unklar sei, wie viele Partner mit
angemeldet würden. In NRW sind rund 1,6 Millionen Menschen 70 bis 80
Jahre alt und 1,2 Millionen sind noch älter.

Die Buchungen laufen über die Kassenärztlichen Vereinigungen - online
über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116
117 oder zusätzliche Rufnummern je nach Landesteil über 0800 116 117
02 für Westfalen-Lippe und 0800 116 117 01 für das Rheinland.