Fast 1400 Neuinfektionen mit dem Coronavirus - Inzidenz sinkt leicht

07.04.2021 16:17

Die Corona-Pandemie sorgt in Sachsen weiter für Sorgenfalten. Die
Zahl der innerhalb von 24 Stunden gemeldeten Neuinfektionen betrug
fast 1400. Allerdings sank der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz leicht.

Dresden (dpa/sn) - In Sachsen sind nach Angaben des
Sozialministeriums von Dienstag auf Mittwoch 1362 Neuinfektionen mit
dem Coronavirus registriert worden. Die Zahl der innerhalb der
letzten sieben Tage je 100 000 Einwohner neu mit dem Coronavirus
Infizierten sank dabei erneut. Die Sieben-Tage-Inzidenz hatte am
Dienstag bei rund 181 gelegen und beträgt nun einen Wert von etwas
unter 150. Insgesamt wurden den Angaben zufolge seit Beginn der
Pandemie 229 207 Fälle labortechnisch nachgewiesen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) wies derweil erneut darauf hin, dass
über Ostern vermutlich weniger Tests vorgenommen und deshalb auch
weniger Ergebnisse gemeldet worden seien. Dies sei bei der
Interpretation der Zahlen zu berücksichtigen.

Aktuell sind laut Ministerium 1094 Betten auf den Normalstationen der
sächsischen Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten belegt. Die
Auslastung lag demnach bei 68,8 Prozent. Im den Dresdner
Krankenhäusern waren 347 Betten mit Covid-19-Patienten belegt, was
einer Auslastung von 64,4 Prozent entsprach, im Raum Leipzig 156
Betten (55,3 Prozent) und im Krankenhauscluster Chemnitz 591 Betten
(77 Prozent). Die kritische Grenze für die Rückkehr in den Lockdown
ist erreicht, wenn mehr als 1300 Betten auf Normalstationen mit
Covid-19-Patienten belegt sind.

Die Zahl der in Zusammenhang mit Corona stehenden Todesfälle erhöhte
sich seit Dienstag um 26. Insgesamt seien nun 8466 Covid-19-Tote
gezählt worden. Als wieder genesen gelten 205 350 ehemals Infizierte.

Nachdem am Mittwoch die Impfkampagne in Sachsen auf die
Hausarztpraxen ausgeweitet wurde, kündigte das Sozialministerium an,
dass sich über 60-Jährige am Donnerstag für Impfungen mit dem Vakzin

von Astrazeneca in den Impfzentren anmelden können. Ab Freitag sollen
dort bis Mitte April rund 50 000 Dosen des Impfstoffs des
dänisch-britischen Herstellers zur Verfügung stehen. Auch die
Hausarztpraxen, in denen derzeit nur Impfstoff von Biontech/Pfizer
zur Verfügung steht, sollen dann Astrazeneca-Impfdosen erhalten.