Kabinett diskutiert über Testpflicht an Schulen und Modellregionen

06.04.2021 17:30

München (dpa/lby) - Wenige Tage vor dem Ende der Osterferien
diskutiert das bayerische Kabinett am Mittwoch (10.00 Uhr) erneut
über die Corona-Testpflicht an den Schulen im Freistaat. Dabei dürfte
es auch darum gehen, ob die bisherige Regelung für eine Testpflicht
für Schüler wie Lehrer in Regionen ab einer Inzidenz von 100
Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen
nachgeschärft werden muss. Denkbar wäre hier zur Verbesserung des
Infektionsschutzes auch eine Testpflicht bei niedrigeren Inzidenzen.

Grundsätzlich werden in Bayern nach den Ferien aber nur die Schüler
zumindest wechselweise in die Schulen zurückkehren dürfen, die in
Regionen unter einem Wert von 100 liegen. In Regionen ab 100 sind mit
Ausnahme der Abschlussklassen, der Jahrgangsstufe elf an Gymnasien
und Fachoberschulen und der vierten Klassen an Grundschulen alle
Schüler im Distanzunterricht. Wer in die Schulen kommen will, muss
aber zwingend ein negatives Testergebnis nachweisen, wobei
Selbsttests nur akzeptiert werden, wenn sie in der Schule absolviert
werden.

Darüber hinaus wird es auch um die geplanten Modellstädte im Land für

vorsichtige Öffnungen gehen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU)
hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass bis Mittwoch geklärt
werden solle, wie hier weiter verfahren werden solle und welche
Städte dafür infrage kommen.

Fast 100 Kommunen in Bayern wollen als Modellregionen gern zeigen,
dass mit Hilfe zahlreicher Corona-Tests der Besuch von Restaurants,
Läden und Theatern ohne große Ansteckungsgefahr möglich ist. Doch die

Auswahlkriterien sind streng. So kommen die größten bayerischen
Städte, allen voran München, nicht für Lockerungen infrage. Die
Auswahl soll unter Kommunen mit 11 000 bis 100 000 Einwohnern
getroffen werden. Offen ist aber auch, ab wann die Modellregionen
überhaupt zugelassen werden. Dem Vernehmen nach gibt es aufgrund der
derzeit vielerorts stark steigenden Infektionszahlen in der Regierung
Skepsis gegen einen zeitnahen Termin.