Am «Car-Freitag»: Auto-Tuner verstoßen auch gegen Corona-Regeln

03.04.2021 13:58

Am stillen Feiertag Karfreitag trifft sich traditionell die
Autotuning-Szene. An vielen Treffpunkten kontrolliert die Polizei
Raser und Poser - mehrere Fahrer müssen ohne ihre Autos nach Hause.

Berlin (dpa) - Der «Car-Freitag» am Karfreitag gilt als
Saisonauftakt: Dann häufen sich seit längerem in Deutschland
Zwischenfälle mit Auto-Tunern, Auto-Posern und Rasern - daher das
Wortspiel. Deshalb hat die Polizei am Freitag mancherorts verstärkt
den Verkehr kontrolliert und zahlreiche Platzverweise ausgesprochen.

So wurden am Bodensee viele Verstöße gegen die Corona-Regeln
festgestellt. Die Beamten kontrollierten beliebte Orte der
Autotuner-Szene, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Im
Schwarzwald-Baar-Kreis wurde im Laufe des Freitagabends auf
Parkplätzen eine Vielzahl von Autos festgestellt, zu Spitzenzeiten
etwa 300 bis 400. Außerdem gesellten sich nach Polizeiangaben
«feierwillige junge Erwachsene» hinzu. Die Ansammlungen wurden
beendet und Platzverweise erteilt.

Bei Sondereinsätzen der Polizei wurden auch in Nordrhein-Westfalen
zahlreiche Fahrzeuge und Menschen überprüft - allein in Dortmund vom
frühen Freitagnachmittag bis in die Nacht insgesamt 340 Autos und 480
Personen. Dabei seien 217 Platzverweise ausgesprochen und sechs
Fahrzeuge sichergestellt worden, teilte die Polizei mit.

Im NRW-Kreis Recklinghausen kontrollierten Beamte einschlägige
Szenetreffpunkte. Demnach wurden 217 Fahrzeuge und 325 Personen
überprüft. Gegen drei Menschen seien Strafanzeigen gestellt worden,
73 Fahrer müssen Verwarngelder wegen zu hoher Geschwindigkeiten
zahlen. Wegen Erlöschens der Betriebserlaubnis stellte die Polizei
vier Fahrzeuge sicher.

Nach Angaben der Polizei Mannheim waren in der Rhein-Neckar-Region
rund 70 Beamte in Mannheim, Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis im
Einsatz. Insgesamt wurden 691 Fahrzeuge und 1540 Personen
kontrolliert. Dabei stellten die Beamten 343 Verstöße fest, bei denen
es sich überwiegend um Verstöße gegen die Corona-Maskenpflicht und
gegen die Kontaktbeschränkungen handelte.