Ruhiger Beginn der nächtlichen Ausgangssperre in Hannover

03.04.2021 10:28

In vielen Gemeinden in Niedersachsen gilt wegen der hohen
Corona-Zahlen eine Ausgangsbeschränkung. In und um Hannover sind 1,1
Millionen Menschen betroffen. Die erste Nacht in der Landeshauptstadt
blieb ruhig.

Hannover (dpa/lni) - Die coronabedingte nächtliche Ausgangssperre in
und um Hannover hat ohne große Zwischenfälle begonnen. Die Nacht in
der Landeshauptstadt verlief sehr ruhig, wie ein Polizeisprecher am
Freitagmorgen bestätigte. «Die Stadt hat einen leeren Eindruck
gemacht.» Lediglich in der Nordstadt versammelten sich laut Polizei
etwa 50 Menschen, um gegen die Ausgangssperre zu protestieren.

Die Versammlungsteilnehmer hätten alle einen Mund-Nase-Schutz
getragen. Auf Ansprache reagierten sie aggressiv und es wurden
Knallkörper gezündet, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Sie zog
daraufhin weitere Einsatzkräfte hinzu. Nach etwa 20 Minuten löste
sich die Versammlung auf. Insgesamt leitete die Polizei Hannover in
der Nacht 122 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Von den Beschränkungen zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr sind 1,1
Millionen Menschen betroffen. Bis zum 12. April dürfen sie ihre
Wohnungen und Häuser nur aus einem triftigen Grund verlassen. Zudem
gibt es eine Erweiterung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Die
Region Hannover erließ die Maßnahme wie zahlreiche andere Kommunen in
Niedersachsen wegen hoher Corona-Infektionszahlen.

Gestützt auf die aktuelle niedersächsische Corona-Verordnung erließen

die Kreise für ihr Gebiet Allgemeinverfügungen. Die neue
Landesverordnung schreibt eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab
einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 150 vor. In vielen
Landkreisen in Niedersachsen sowie in Bremen haben nächtliche
Ausgangssperren bereits begonnen. In manchen Kommunen gelten sie
bereits ab 21.00 Uhr.