Corona-Lage in Niedersachsen verschlechtert sich weiter

14.04.2021 16:30

Hannover (dpa/lni) - Mehr Corona-Patienten, mehr Hotspots und eine
steigende Sieben-Tages-Inzidenz - die Corona-Lage in Niedersachsen
verschlechtert sich weiter. Die Zahl der Patienten in den Kliniken
stieg am Mittwoch auf 1114, davon liegen 312 auf der Intensivstation,
wie das Gesundheitsministerium in Hannover mitteilte. 215 Erwachsene
und ein Kind müssen demnach künstlich beatmet werden. Die Zahl der
Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg im
Landesdurchschnitt auf 121,3 nach 109,9 am Vortag. Zudem wurden 1787
neue Infektionsfälle und 33 weitere Todesfälle registriert.

Der R-Wert, der angibt, wie viele Menschen ein Infizierter im
Durchschnitt ansteckt, betrug am Mittwoch 1,05, nach 1,07 am Vortag.
In 26 der 45 Landkreise und großen Städte lag die
Sieben-Tages-Inzidenz über 100 - hier greifen verschärfte
Corona-Beschränkungen. In den Kreisen Vechta und Cloppenburg übertraf
dieser Wert die 200er Marke, in der Stadt Salzgitter betrug er 325,1.

Dass die steigende Zahl Corona-Patienten die Kapazität auf den
Intensivstationen schrumpfen lässt, ist aus den Daten des
Intensivregisters ablesbar. Nach den Daten vom Mittwoch waren demnach
von 1930 aktuell betreibbaren Intensivbetten in Niedersachsen 1682
belegt. Von den 248 freien Intensivbetten waren 117 speziell auf die
Bedürfnisse von Corona-Patienten ausgelegt. Allerdings gibt es eine
Notfallreserve: Innerhalb von sieben Tagen kann Niedersachsen den
Angaben zufolge 986 weitere Intensivbetten aufstellen.