Corona-Ansteckungen steigen stark - verschärfte Regeln in Oder-Spree

10.10.2020 16:00

Potsdam (dpa/bb) - Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus
steigt in Brandenburg weiter stark an. Innerhalb eines Tages seien 97
bestätigte neue Fälle hinzugekommen, teilte das
Gesundheitsministerium am Samstag (Stand 11.00 Uhr) in Potsdam mit.
Tags zuvor waren es landesweit 90 Neuinfektionen und am Donnerstag
55. Die weitaus meisten neuen Infektionen zählte wie am Vortag der
Landkreis Oder-Spree im Südosten von Berlin mit 22. Daher treten dort
am Sonntag verschärfte Regeln zur Eindämmung des Virus in Kraft, wie
der Sprecher des Landkreises, Mario Behnke, bestätigte.

Denn mit rechnerisch 39,1 Neuinfektionen pro 100 00 Einwohner
innerhalb von sieben Tagen hat der Landkreis den kritischen
Schwellenwert von 35 überschritten. «Damit gelten nach der neuen
Umgangsverordnung des Landes Brandenburg, die am Sonntag in Kraft
tritt, ab dem 11. Oktober zusätzliche Restriktionen im gesamten
Landkreis Oder-Spree», teilte Behnke am Samstag auf Anfrage mit. Dies
sei den Bürgermeistern und Amtsdirektoren am Samstag in einem
Schreiben mitgeteilt worden.

Nach der neuen Brandenburger Umgangsverordnung gilt bei Überschreiten
der kritischen Marke in Landkreisen und kreisfreien Städten eine
Maskenpflicht in Büro- und Verwaltungsgebäuden, wenn man nicht am
festen Platz ist und der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht
eingehalten werden kann. Außerdem dürfen nur noch 50 Menschen an
Feiern in öffentlichen oder angemieteten Räumen teilnehmen. Zuhause
in Wohnung oder Garten liegt die Obergrenze bei 25 Teilnehmern. In
Gaststätten gilt die Maskenpflicht für Beschäftigte mit Gästekontak
t
sowie für Gäste, die nicht am Tisch sitzen.

Die Zahl der Menschen, die aktuell an Covid-19 erkrankt ist, stieg in
Brandenburg um 94 auf 591. Seit März wurden insgesamt 4812
Corona-Infektionen in Brandenburg gezählt. Bisher starben 174
Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, als genesen gelten geschätzt
4047 Menschen. Für ganz Brandenburg stieg die Zahl der Neuinfektionen
pro 100 000 Einwohner um 2,1 auf 15,3.