Wegen Corona: Zwei Schulen im Nordosten bleiben nach Herbstferien zu

09.10.2020 18:43

Vorsicht ist besser als Masseninfektion. Im Nordosten gehen die
Herbstferien zu Ende, während sie in anderen Bundesländern erst
beginnen. Weil einige Infektionen bei Lehrern und Schülern bekannt
wurden, bleiben mindestens zwei Schulen vorerst dicht.

Neubrandenburg/Löcknitz (dpa/mv) - Wegen mehrerer Corona-Infektionen
bleiben nach den Herbstferien zwei Schulen in Mecklenburg-Vorpommern
ab 12. Oktober geschlossen. Neben dem deutsch-polnischen Gymnasium in
Löcknitz (Vorpommern-Greifswald) handelt es sich um die Integrierte
Gesamtschule «Vier Tore» in Neubrandenburg, wie das Gesundheitsamt
des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte am Freitag mitteilte. Bei
Tests wurden in Neubrandenburg bei einem Lehrer und drei Schülern
Infektionen mit dem Corona-Virus festgestellt. Mit der
vorübergehenden Schließung - geplant ist zunächst eine Woche - soll
eine Weiterverbreitung des Erregers vermieden werden.

Schüler und Lehrer sollen auch persönliche Kontakte untereinander
meiden. Woher die Infektionen kamen, sei unklar. Die Nachverfolgung
der Kontakte im privaten Umfeld laufe. In Löcknitz sind inzwischen 
zwei Lehrer und fünf Schüler als «infiziert» eingestuft worden. A
m
Freitag wurden deshalb alle etwa 450 deutschen und polnischen Schüler
sowie alle Lehrer der Schule entweder bereits zum zweiten Mal oder
erstmals getestet.

Als Erstes war am vergangenen Wochenende in Löcknitz die Infektion
eines Lehrers bekanntgeworden. Der Kreis hatte betont, dass Lehrer
und Schüler, die seitdem als Verdachtsfälle galten, grundsätzlich
zwei Wochen Quarantäne einhalten müssten. Die betraf bereits gut die
Hälfte der Schüler. Schwere Infektionsverläufe mit Klinikaufenthalten

seien bisher aber nicht bekannt.

Mit 14,3 beziehungsweise 13,9 Infektionsfällen pro 100 000 Einwohner
in den vergangenen sieben Tagen, weisen die Landkreise
Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald die höchsten
Inzidenzwerte im Nordosten auf, liegen aber noch deutlich unter dem
sogenannten Risikowert von 50 Infektionen pro 100 000 Einwohner.
Landesweit liegt dieser Wert für den Nordosten bei 7,9.