Eilantrag abgelehnt: Schüler müssen in Neuwied weiter Maske tragen

08.10.2020 13:26

Neuwied (dpa/lrs) - Ein Geschwisterpaar aus dem Landkreis Neuwied ist
mit einem Eilantrag gegen die regional verhängte Maskenpflicht im 
Schulunterricht vor Gericht gescheitert. Zwar sei noch offen, ob die
Maßnahme für alle Schulen im Gebiet des Landkreises insgesamt
rechtmäßig sei, teilte das Verwaltungsgericht Koblenz am Donnerstag
mit. Der Schutz von Gesundheit und Leben sei aber höher einzustufen
als das Interesse der beiden Gymnasiasten, von der Maskenpflicht
während des Unterrichts befreit zu werden. Nach Meinung der beiden
Schüler ist die Maßnahme unverhältnismäßig. Die Entscheidung im
Hauptsacheverfahren steht aber noch aus (Az. 3 L 873/20.KO).

Der Kreis Neuwied hatte Anfang Oktober wegen steigender
Corona-Infektionszahlen eine Maskenpflicht auch während des
Schulunterrichts verhängt. Landesweit ist ansonsten vorgesehen, dass
Schüler auf dem Schulgelände eine Alltagsmaske tragen müssen, sie
aber an ihrem Platz im Klassenzimmer ablegen dürfen. Gegen die
Entscheidung in dem Eilverfahren ist Beschwerde vor
dem Oberlandesgericht Koblenz möglich