Weidemark wehrt sich vor Gericht gegen Schlachthof-Schließung

07.10.2020 20:23

Sögel (dpa/lni) - Die Tönnies-Tochterfirma Weidemark will gerichtlich
gegen die vom Landkreis verordnete vorübergehende Schließung des
Schlachthofs im emsländischen Sögel vorgehen. Es werde eine
einstweilige Verfügung beim Verwaltungsgericht beantragt, weil die
Schließung nicht verhältnismäßig sei, hieß es am Mittwoch in eine
r
Mitteilung des Unternehmens. Der Landkreis Emsland hatte mitgeteilt,
inzwischen seien 112 Beschäftigte des Fleischbetriebs mit dem
Coronavirus infiziert. Die Schlachtung ende am Freitag, bis Sonntag
werde noch zerlegt, danach werde der Betrieb mit rund 2000
Mitarbeitern voraussichtlich 22 Tage dicht sein.

Weidemark-Geschäftsführer Christopher Rengstorf teilte mit: «Wir
haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Präventionsmaßnahmen zum
Schutz vor neuen Infektionen mit den Behörden des Emslandes
abgestimmt und installiert, um gleichzeitig den Druck auf die
landwirtschaftlichen Erzeugungsketten zu entlasten.» Diese Maßnahmen
zeigten erste Erfolge. «Daher müssen wir Verhältnismäßigkeit wahr
en
und neben dem Infektionsschutz auch den Tierschutz auf den Höfen in
der Region sicherstellen», so Rengstorf.