Die Büfetts sind wieder eröffnet - Neue Corona-Regeln in Kraft

02.07.2020 05:00

Die neue Corona-Landesverordnung bringt eine Reihe von Lockerungen
mit sich. So liegt es ab sofort in der Verantwortung der
Sachsen-Anhalter, mit wie vielen Menschen sie sich treffen. Auch das
Frühstücken in Hotels dürfte deutlich entspannter werden.

Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt sind neue Regeln bei der
Eindämmung des Coronavirus in Kraft getreten. Die ab Donnerstag
geltende siebte Corona-Landesverordnung enthält zahlreiche
Lockerungen, so wurde das Kontaktverbot abgeschafft und durch eine
Empfehlung ersetzt. Ferienlager dürfen wieder öffnen, Sportwettkämpfe

stattfinden, und in Restaurants und Hotels dürfen sich Gäste wieder
selbst an Büffets bedienen.

Vor allem darüber freut sich der Präsident des Branchenverbands
Dehoga Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt. «Vor allem beim Frühstück
waren die Regelungen ein riesen Problem», sagte Schmidt der Deutschen
Presse-Agentur. Bisher waren Büffets zwar erlaubt, das Essen und
Trinken mussten aber die Kellner für die Gäste holen, damit es nicht
zu längeren Schlangen kommt. Nun dürfen sich die Gäste ihren
Obstsalat vom Frühstücksbüffet wieder selbst auf den Teller
schaufeln. Voraussetzung ist, dass sich keine Schlangen bilden und
die Gäste am Büffet einen Mundschutz tragen.

Darin sieht Schmidt kein großes Problem. «Die Gäste sind die Masken
ja inzwischen gewohnt und müssen ja auch nicht lange am Büffet
stehen», sagte der Hotelier. Dass die Angestellten weiterhin
Mundschutz tragen müssten, sei besonders angesichts des warmen
Sommerwetters und Veranstaltungen, zu denen jetzt wieder bis zu 250
Menschen kommen können, hart. «Aber so ist das eben in einer
Pandemie», sagte Schmidt.

Ab 29. August dürfen dann sogar wieder bis zu 500 Menschen an einer
Veranstaltung in geschlossenen Räumen teilnehmen. So will die
Landesregierung Einschulungsfeiern zum Beginn des neuen Schuljahres
ermöglichen. Die neue Landesverordnung soll bis zum 16. September
gelten, in vier Wochen will das Kabinett die Auswirkungen der
Lockerungen bewerten und die Regeln gegebenenfalls nachbessern.