Hilfe für Studierende in Corona-Krise - Antragsbearbeitung startet

29.06.2020 08:00

Die Corona-Pandemie hat viele Studierende um ihre Nebenjobs und damit
oft auch in finanzielle Notlage gebracht. Für sie gibt es Hilfe.

Rostock/Schwerin (dpa/mv) - Mehrere Hundert Studierende in
Mecklenburg-Vorpommern hoffen nach coronabedingtem Nebenjob-Verlust
auf staatliche Finanzhilfe. Beim Studierendenwerk Rostock-Wismar
gingen nach Angaben einer Sprecherin seit Mitte Juni etwa 400 Anträge
auf Überbrückungshilfe ein. Die Bearbeitung starte am Montag, so dass
dann auch rasch mit der Auszahlung begonnen werden könne, hieß es.
Angaben aus dem Studierendenwerk in Greifswald lagen zunächst nicht
vor.

Für die Finanzhilfen stellt das Bundesbildungsministerium insgesamt
100 Millionen Euro bereit. Den Angaben zufolge werden je nach
nachgewiesener Bedürftigkeit zwischen 100 Euro und 500 Euro als nicht
rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Anträge können nur gesondert für
die
Monate Juni, Juli und August gestellt werden. Das Geld soll
insbesondere Studierenden helfen, die ihr Studium durch Nebenjobs
etwa als Kellner finanzieren und diese wegen der Corona-Krise nicht
ausüben können oder konnten.

Wie das Studierendenwerk Rostock-Wismar mitteilte, stehen dort aus
dem Topf des Bundes bis zu 675 000 Euro zur Verfügung. Einer Erhebung
des Deutschen Studierendenwerks zufolge sind 61 Prozent der
Studierenden erwerbstätig und verdienen im Schnitt 384 Euro
monatlich. Für 59 Prozent bedeute der Nebenjob die Sicherung des
Lebensunterhalts, hieß es.

Die Studierendenwerke in Rostock und Greifswald hatten angesichts der
Notlage vieler Studierenden auch Spendenaktionen gestartet. In
Rostock kamen nach Angaben der Sprecherin bislang knapp 30 000 Euro
zusammen. Aus dem daraus finanzierten Fonds könnten monatlich bis zu
200 Euro pro Antragsteller ausgezahlt werden. Auch in Greifswald
erhalten bedürftige Studierende aus dem Corona-Nothilfefonds
monatlich 200 Euro. Wer diese Hilfe in Anspruch nehme, könne im
gleichen Monat aber keinen Zuschuss vom Bund mehr erhalten, teilte
das Studierendenwerke auf seiner Homepage mit.