Corona-Lockdown in zwei Kreisen: Was ist in Gütersloh und Warendorf jetzt noch erlaubt?

23.06.2020 18:10

Gütersloh (dpa) - Während der Großteil Deutschlands die
Corona-Bestimmungen lockert, gibt es in den NRW-Kreisen Gütersloh und
Warendorf einen Lockdown. Nach dem Corona-Ausbruch beim
Fleischverarbeiter Tönnies schränken die Behörden in
Nordrhein-Westfalen das öffentliche Leben massiv ein. Was bedeutet
das für die insgesamt über 600 000 Menschen, die dort leben? Was ist
erlaubt und was nicht?

LOCKDOWN: In den Städten und Landkreisen Gütersloh und Warendorf
gelten wieder Kontaktbeschränkungen wie im März 2020. Die
«Coronaregionalverordnung» tritt am 24. Juni zu Mitternacht in Kraft
und gilt zunächst bis 30. Juni.

TREFFEN: Diese Beschränkungen schreiben vor, dass sich nur Menschen
aus einer Familie oder einem Hausstand in der Öffentlichkeit zusammen
aufhalten dürfen. Treffen dürfen sich auch zwei Personen, die weder
der Familie angehören noch zusammen leben.

FREIZEIT: Verboten sind viele Kulturveranstaltungen sowie Sport in
geschlossenen Räumen. Fitnessstudios werden ebenso geschlossen wie
Kinos und Bars.

GASTRONOMIE: Bars und Thekenbetriebe müssen geschlossen werden.
Restaurants dürfen unter Auflagen geöffnet bleiben, jedoch maximal
zwei Personen oder alternativ eine Familie an einem Tisch sitzen.

SCHULEN UND KITAS: Bereits seit dem 17. Juni sind die Schulen und
Kitas im Kreis Gütersloh wieder geschlossen. Der Kreis Warendorf
zieht am 25. Juni nach und schließt alle Schulen und Kitas.

FERIEN: Am kommenden Montag, 29. Juni, beginnen in NRW die
Sommerferien. Ministerpräsident Armin Laschet erklärte, der Lockdown
bedeute kein Ausreiseverbot. Er appellierte aber an die Betroffenen,
den Kreis nicht zu verlassen.

QUARANTÄNE: Rund 7000 Tönnies-Mitarbeiter stehen mit ihren Familien
unter Quarantäne. Das Zentrum des Corona-Ausbruchs liegt Laschet
zufolge in der Fleischzerteilung des Unternehmens.

TESTS: Alle Bürgerinnen und Bürger der Kreise Gütersloh und Warendorf

sollen sich kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen.
Möglich ist das in einem Corona-Diagnosezentrum, seit Dienstag auch
am Carl-Miele-Berufskolleg Gütersloh.