Mecklenburg-Vorpommern schließt Ende Juni Corona-Abstrichzentren

23.06.2020 11:18

Schwerin (dpa/mv) - Wegen der anhaltend geringen Zahl von
Corona-Neuinfektionen schließt Mecklenburg-Vorpommern zum Monatsende
den Großteil seiner Abstrichzentren. «Das ist auch ein Schritt hin zu
mehr Normalität im Gesundheitssektor. Die Nachfrage nach Tests ist
deutlich gesunken», sagte Wirtschaft- und Gesundheitsminister Harry
Glawe (CDU) am Dienstag in Schwerin. Zwar müsse auch künftig noch
getestet werden. Dies solle aber vor allem in regulären medizinischen
Einrichtungen geschehen. Über die Umsetzung liefen Gespräche mit der
Kassenärztlichen Vereinigung, den Universitätsmedizinen in Rostock
und Greifswald sowie weiteren Einrichtungen.

Laut Glawe waren seit März bis zu 16 Abstrichzentren über ganz
Mecklenburg-Vorpommern verteilt eingerichtet worden. Damit hatte sich
das Land auf eine größere Infektionswelle eingestellt. Zudem sollte
mit der Auslagerung der Tests das Ansteckungsrisiko in Arztpraxen
drastisch eingeschränkt werden. Hinzu kamen zehn mobile Testteams,
die Abstriche vornahmen. Diese Teams könnten je nach Bedarf und
Regionen auch weiterhin eingesetzt werden, sagte Glawe.

Insgesamt seien bislang rund 98 800 Corona-Tests durchgeführt worden.
Dabei seien landesweit 792 Infektionsfälle ermittelt worden, hieß es.
20 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.
«Wir haben bundesweit die niedrigsten Infektionszahlen», sagte Glawe.
Dies sei insbesondere den umfangreichen Schutzmaßnahmen zu verdanken.
Doch sei die Pandemie noch nicht vorbei. Auch künftig müsse auf ein
verstärktes Infektionsgeschehen schnell reagiert werden können.