Kabarettist Dudenhöffer hält Verreisen «noch für zu früh»

21.06.2020 06:00

Bexbach (dpa) - Der saarländische Kabarettist Gerd Dudenhöffer (70)
mag wegen Corona nicht auf Urlaubsreise gehen. «Ich halte das noch
für zu früh. Ich habe keine Lust, irgendwo hinzufahren, um dann dort
in Quarantäne zu sitzen», sagte er in Bexbach der Deutschen
Presse-Agentur. Deshalb habe er auch eine zuvor geplante Reise
storniert. Er sei auch zu Hause glücklich: «Ich gucke jetzt auf den
schönsten Pfälzerwald. Und mehr braucht der Mensch auch nicht.»

Dudenhöffer steht seit 1985 als nörgeliger Rentner Heinz Becker mit
Hosenträgern und «Batschkapp» auf der Bühne. Sein Bühnenprogramm
habe
er für dieses Jahr abgesagt, im nächsten Jahr wolle er mit einem
weiteren Best-Of-Programm «Déjà-vu 2» rauskommen, sagte er. Grundla
ge
dafür sollten die letzten 18 Programme sein. Sein Programm «DOD»
(tot) werde er wohl im Herbst 2021 noch mal auflegen.

Durch die Corona-Krise sei er bisher gut gekommen, sagte Dudenhöffer.
«Ich bin halt zu Hause, bis es wieder los geht.» Ein Neu-Start sei
für ihn nur dann möglich, wenn er das Gefühl habe, dass das Publikum

wieder ungestört ins Theater gehen könne. «Wenn die erste Reihe frei

ist, in der zweiten sitzen vier mit Maske und alle fünf Minuten ist
Hust- oder Niespause: Das ist dann Quatsch, das bringt nichts.»