Pandemiegerecht: berührungslose Weihwasserspender

18.06.2020 06:00

Uhldingen-Mühlhofen (dpa) - Die Corona-Pandemie hat die
Verantwortlichen der Basilika Birnau am Bodensee auf eine
ungewöhnliche Idee gebracht: Die barocke Wallfahrtskirche in
Uhldingen-Mühlhofen bietet ihren Besuchern einen fast kontaktlosen
Weihwasserspender. «Eine Gottesdienstbesucherin kam beim Blick auf
den Desinfektionsspender auf die Idee und wir setzten diese um»,
sagte eine Sprecherin der Basilika am Mittwoch.

Der Apparat funktioniere genau wie der ursprüngliche
Desinfektionsspender: Das Weihwasser komme heraus, wenn man mit dem
Ellbogen auf den Bogen drücke. Die Weihwasserbecken waren wegen der
Ansteckungsgefahr in der Corona-Krise nicht benutzbar.

Inzwischen gebe es solche Weihwasserspender aber auch zu kaufen,
sagte die Sprecherin weiter. So stellt beispielsweise die Firma
Foottec in der bayerischen Oberpfalz Spender her. Sie rüstete dafür
eines ihrer Produkte um: kontaktlose Senf- und Ketchup-Spender für
Imbissbuden. Nach Angaben einer Firmensprecherin haben mittlerweile
rund 25 Kirchen deutschlandweit einen Weihwasserspender. Ein Exemplar
sei auch nach Schweden geliefert worden.

Der Spender soll demnächst auch der Deutschen Bischofskonferenz
vorgestellt werden. Foottec-Gründer Tobias Sturm ist sich sicher,
dass der berührungslose Spender Zukunft hat, auch nach Corona. «Das
wird bleiben. Gerade zur Weihnachtszeit sind alle verschnupft und
langen dann in das Weihwasserbecken rein», sagte er.