«Tatort»-Team darf wieder drehen

18.06.2020 03:45

Saarbrücken (dpa) - Mit zehn Wochen Verspätung wegen des Drehverbots
in der Corona-Krise kann das neue «Tatort»-Ermittler-Duo aus dem
Saarland nun den zweiten Fall in Angriff nehmen. Wie der SR auf
Anfrage bestätigte, starten am Mittwoch (24. Juni) die Dreharbeiten,
die ursprünglich im April beginnen sollten.

Nach dem Quoten-Erfolg zu Ostern mit 10,5 Millionen Zuschauern werden
die beiden Kommissare Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) und Adam Schürk
(Daniel Sträßer) dann den Mörder der 18-jährigen Jessi suchen.
Arbeitstitel: «Der Herr des Waldes». Viele Ermittlungen werden daher
im Freien stattfinden - zur Erleichterung von Regisseur Christian
Theede. «In diesen Corona-Zeiten kommt uns das natürlich zupass»,
sagte er. Denn auch am Set gelten strenge Hygienebestimmungen wie das
Tragen von Mundschutz und Einhalten von Abständen - mit Ausnahme für
die Schauspieler vor laufender Kamera.

Auch mehrere andere «Tatort»-Teams mussten die Dreharbeiten in den
letzten drei Monaten abbrechen beziehungsweise verschieben - unter
anderem litten auch der SWR-«Tatort»-Fall «Hetzjagd» oder auch die

Drehs für Dortmund, Münster und Köln.

Derzeit ist noch offen, ob alle Sendeanstalten nach dem wochenlangen
Drehverbot ihre Sonntagskrimis rechtzeitig fertigstellen können oder
ob es im nächsten Jahr deshalb mehr Wiederholungen geben wird. «Die
Planung für die Sonntagskrimi-Erstsendungen nach der Sommerpause wird
ständig an die aktuellen Gegebenheiten angepasst», teilte Lars Jacob,
Sprecher aus der ARD-Programmdirektion in München, mit. Im Augenblick
sei noch nicht absehbar, «ob es zu coronabedingten Ausfällen kommen
wird und wie diese zu kompensieren wären».