Bericht: Reisewarnung soll bis Mitte Juni verlängert werden
Strandurlaub auf Mallorca oder Wandern in Österreich: Bisher dämpft
die Bundesregierung alle Hoffnungen, dass solche Sommerurlaubspläne
verwirklicht werden können. Viele haben sich damit bereits abgefunden
- und unterstützen den harten Kurs sogar.
Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung
wegen der Coronavirus-Pandemie einem Medienbericht zufolge bis
mindestens Mitte Juni verlängern. Diesen Beschlussvorschlag habe das
Auswärtige Amt kurz vor der heutigen Kabinettssitzung mit den anderen
Ministerien abgestimmt, berichtete der «Spiegel» am Mittwoch. Demnach
heißt es darin, die bisher gültige Reisewarnung gelte «bis auf
weiteres», mindestens aber bis Mitte Juni. Vor diesem Datum solle die
Lage noch einmal neu bewertet werden, dazu wolle man sich vor allem
mit den EU-Nachbarn eng abstimmen. Die Verlängerung soll dem
«Spiegel» zufolge an diesem Mittwoch vom Kabinett verlängert werden,
mindestens bis zum 14. Juni. Kurz danach beginnen in den ersten
Bundesländern die Sommerferien.
Seit Mitte März gilt in Deutschland zunächst bis zum 3. Mai eine
weltweite Reisewarnung für Touristen. Fast jeder zweite Deutsche
lehnt nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im
Auftrag der Deutschen Presse-Agentur eine Öffnung der Grenzen für den
Sommerurlaub im europäischen Ausland ab.
Dem «Spiegel»-Bericht zufolge lässt das Papier aus dem Auswärtigen
Amt offen, ob Urlaubsreisen während der Sommerferien möglich sein
werden, die in manchen Bundesländern schon Ende Juni beginnen. Wer
allerdings über Pfingsten Ende Mai eine Auslandsreise gebucht habe,
könne diese jetzt stornieren und sich auf die Reisewarnung berufen.
Die Reisewarnung werde damit begründet, dass in den nächsten Wochen
keine normalen Reisen ins Ausland möglich seien, hieß es. Dem
Ministerium zufolge sei weiterhin mit drastischen Einschränkungen im
internationalen Luftverkehr und weltweiten Einreisesperren oder
Quarantäneregelungen zu rechnen. Mit der Reisewarnung wolle man zudem
die weitere Ausbreitung des Virus minimieren und vermeiden, dass
deutsche Urlauber erneut massenhaft im Ausland stranden.
Nach einer YouGov-Umfrage für die dpa sind 48 Prozent dafür, die
wegen der Corona-Pandemie erlassene Ausreisesperre für Touristen auch
im Sommer aufrecht zu erhalten. 20 Prozent sind für eine Öffnung der
Grenzen zu einzelnen Ländern. Nur 13 Prozent plädieren dafür, schon
im Sommer den Reiseverkehr innerhalb der Europäischen Union wieder
vollständig zu erlauben.
Die Grenzen zu den Nachbarländern dürfen derzeit abgesehen vom
Warenverkehr nur noch von Berufspendlern oder Menschen mit einem
anderen dringenden Grund passiert werden. Außenminister Heiko Maas
(SPD) hat mehrfach deutlich gemacht, dass sich bisher keine Änderung
dieser Situation abzeichnet: «Eine normale Urlaubssaison mit vollen
Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben
können.» Auch im Inland sind derzeit noch keine Urlaubsreisen
möglich, die Hotels sind geschlossen.
Fast ein Drittel der Deutschen (31 Prozent) haben ihre Urlaubspläne
für den Sommer laut Umfrage bereits über den Haufen geworfen. 22
Prozent haben von einer Auslandsreise Abstand genommen, 9 Prozent
wollen auf einen ursprünglich geplanten Urlaub im Inland verzichten.
Nur 18 Prozent sind bei ihren Reiseplänen geblieben. 45 Prozent
sagen, sie hätten vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland
noch gar keine Reisepläne gehabt.
42 Prozent der Befragten wollen nach jetzigem Stand angesichts der
Corona-Krise gar keinen Urlaub mehr machen. 16 Prozent sind trotz der
derzeitigen Reisebeschränkungen entschlossen, ins Ausland zu reisen.
13 Prozent planen einen Urlaub in Deutschland. 23 Prozent haben sich
noch nicht entschieden, sechs Prozent machten keine Angaben.
In normalen Zeiten machen die Deutschen viel lieber Urlaub im Ausland
als zu Hause in Deutschland. 2019 gingen nach einer Analyse der
Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen von den 70,8 Millionen
Urlaubsreisen der Deutschen 74 Prozent ins Ausland.
Die Bundesregierung strebt bei den Grenzöffnungen eine enge
europäische Abstimmung an. Die österreichische Regierung hat aber
auch Vereinbarungen zwischen einzelnen Ländern ins Gespräch gebracht,
um etwa den Reiseverkehr zwischen Deutschland und Österreich zu
ermöglichen. In Österreich sollen die Hotels bereits Ende Mai wieder
öffnen. Das Alpenland zählt neben Spanien, Italien, der Türkei und
Griechenland zu den fünf beliebtesten Reisezielen der Deutschen.
Online-Wechsel: In drei Minuten in die TK
Online wechseln: Sie möchten auf dem schnellsten Weg und in einem Schritt der Techniker Krankenkasse beitreten? Dann nutzen Sie den Online-Beitrittsantrag der TK. Arbeitnehmer, Studenten und Selbstständige, erhalten direkt online eine vorläufige Versicherungsbescheinigung. Die TK kündigt Ihre alte Krankenkasse.
hkk: Günstigste Krankenkasse
In drei Minuten in die hkk wechseln: Nutzen Sie das Online-Beitrittsformular der hkk. Wechseln Sie schnell, sicher und bequem online.