Zwei deutsche 470er-Segler von Coronavirus-Schutzmaßnahmen betroffen

05.02.2020 13:49

Haikou/China (dpa) - Zwei 470er-Segler aus Berlin sind bei einem
Trainingsaufenthalt im Leistungszentrum der chinesischen Stadt Haikou
von den Folgen der schnellen Coronavirus-Ausbreitung betroffen. Der
19 Jahre alte Steuermann Daniel Göttlich und sein gleichaltriger
Vorschoter Linus Klasen dürfen ihr Wohngebäude seit gut zwei Wochen
nur mit Mundschutz und ausschließlich zum Segeln verlassen. Das Duo
ist seit dem 10. Januar auf Chinas größter Insel Hainan.

Als Mitglieder des German-Sailing-Team-Perspektivkaders wurden die
Deutschen eingeladen, mit den zwei besten chinesischen 470er-Teams zu
trainieren. «Für uns war diese Chance sehr attraktiv», begründete
Göttlich den China-Aufenthalt. Denn das Duo hat noch minimale Chancen
auf eine Last-Minute-Olympia-Qualifikation für Tokio 2020.

Das Leistungszentrum ist für Besucher gesperrt. Die Isolierung hatte
der chinesische Seglerverband anderthalb Wochen nach Ankunft der
Deutschen angeordnet, um seine Olympia-Kandidaten vor Erkrankungen zu
schützen. Göttlich/Klasen ziehen dennoch eine positive Bilanz: «Das
Training war so effektiv, wie erhofft. Bislang sieht alles danach
aus, dass wir am 7. Februar den Heimflug antreten können», sagte
Göttlich der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. «Uns bleibt nicht
viel anderes übrig, als zu hoffen, dass sich daran nichts ändert.»