Millionen-Unterstützung für kleine Geburtsstationen in Bayern

17.09.2019 15:21

München (dpa/lby) - Kleine und defizitäre Geburtshilfestationen in
Bayern erhalten vom Freistaat künftig einen teilweise Ausgleich für
ihre roten Zahlen. 21,5 Millionen Euro jährlich stünden dafür im
Rahmen des «Zukunftsprogramms Geburtshilfe» für die Häuser
im ländlichen Raum ab sofort zur Verfügung, teilte das bayerische
Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Die Voraussetzungen: Zwischen
300 und 800 Geburten jährlich, und die Station muss mehr als 50
Prozent der Schwangeren in der Region versorgen. Bis zu 85 Prozent
des Defizits werden dann übernommen - maximal eine Million Euro pro
Haus.

Mechthild Hofner, Vorsitzende des Bayerischen Hebammenvereins,
begrüßte die Förderung: «So wird die flächendeckende Versorgung d
er
Frauen mit geburtshilflichen Einrichtungen gesichert. Damit verbunden
ist die Hoffnung, dass das "Kliniksterben" in der Fläche abnimmt.»

Das Geld für die Geburtshäuser ist die zweite Fördersäule des
Programms. Bereits seit 2018 werden Kommunen bei der
Hebammenversorgung mit 40 Euro pro neugeborenem Kind unterstützt.
«Unser Geburtshilfeförderprogramm stößt bayernweit auf sehr große

Resonanz», sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).
Für das Jahr 2018 wurden demnach für 51 Kommunen knapp 2,5 Millionen
Euro bewilligt.

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