Rote Vogelmilbe oder Blutlaus

07.08.2017 05:09

Berlin (dpa) - Fipronil ist ein Kontaktgift, das gegen Hautparasiten
wie Läuse, Milben und Flöhe wirkt. Für Hühnerhalter ist oft ein
Plagegeist entscheidend: die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae),
umgangssprachlich auch Blutlaus genannt. Das weit verbreitete
Spinnentier ernährt sich vom Blut verschiedener Vogelarten. Es hält
sich hartnäckig in Hühnerställen. In Europa gilt die Milbe als einer

der wirtschaftlich bedeutendsten Schädlinge in der Geflügelzucht -
auch, weil sie verschiedene Krankheiten übertragen kann.

Tagsüber verstecken sich die Plagegeister in Ritzen und Spalten, wo
sie auch ihre Eier ablegen. Nachts fallen die winzigen Tierchen über
die schlafenden Hühner her und saugen ihr Blut. Die Vögel sind
dadurch gestresst und werden krankheitsanfälliger. Ein massiver
Befall kann vor allem bei Küken und Junghühnern zu Blutarmut und
sogar zum Tod führen. Bei Nahrungsmangel bedient sich die Rote
Vogelmilbe notfalls auch bei Säugetieren oder Menschen.