Druck der Pharmaindustrie für Schweinegrippe-Impfung

11.01.2010 15:22

Straßburg (dpa) - Mit dem möglichen Druck der Pharmaindustrie auf
Regierungen zum Einkauf großer Mengen Schweinegrippe-Impfstoffe will
sich der Europarat in Straßburg beschäftigen. Die parlamentarische
Versammlung werde auf Initiative des deutschen Sozialdemokraten und
Arztes Wolfgang Wodarg am 26. Januar eine Anhörung mit Vertretern der
Pharmaindustrie und der Weltgesundheitsorganisation WHO veranstalten,
sagte eine Sprecherin der Staatenorganisation am Montag in Straßburg.
Noch sei nicht klar, ob die Sitzung öffentlich sei oder hinter
verschlossenen Türen stattfinden würde.

Die Pharmaindustrie habe die Gefahr der Schweinegrippe
hochgespielt und die Regierungen unter Druck gesetzt, sagte Wodarg am
Montag der Deutschen Presse Agentur dpa. «Es ist mir unverständlich,
wieso die nationalen Forschungsinstitute da mitgemacht haben.»
Bereits im Dezember hatte Wodarg eine Petition gegen den «falschen
Alarm» lanciert, der «Millionen gesunde Menschen der überflüssigen

Gefahr von Nebenwirkungen nicht ausreichend getesteter Impfstoffe
aussetzt».
dpa pk xx n1 hu