Wieder fast 50 neue Infektionen in Brandenburg

07.10.2020 13:52

Potsdam (dpa/bb) - In Brandenburg liegt die Zahl neuer Ansteckungen
mit dem Coronavirus weiter auf relativ hohem Niveau. Von Dienstag auf
Mittwoch seien 48 neue bestätigte Fälle hinzugekommen, teilte das
Gesundheitsministerium am Mittwoch in Potsdam mit. Die meisten
Infektionen kamen mit sieben im Landkreis Oberhavel hinzu. Nur
Brandenburg/Havel meldete keinen neuen Fall. Am Dienstag waren
landesweit 49 zusätzliche Ansteckungen gezählt worden, der höchste
Wert seit Ende April.

Die Zahl von Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus gestorben
sind, liegt weiter bei 173. Der Landkreis Spree-Neiße berichtete am
Mittwoch allerdings, es gebe dort mit einem 87-jährigen Mann den
ersten Corona-Todesfall. Dieser Todesfall war in der landesweiten
Rechnung zunächst noch nicht enthalten. Im Krankenhaus sind derzeit
insgesamt 36 Corona-Patienten; als genesen gelten 3988 Menschen. Seit
März wurden landesweit 4570 Infektionen registriert.

Am größten Südbrandenburger Krankenhaus, dem Carl-Thiem-Klinikum
(CTK) in Cottbus, weitet sich der Virusausbruch aus. Inzwischen seien
17 Mitarbeiter positiv getestet worden, Patienten hätten sich bei
ihnen nicht angesteckt, teilte das Klinikum mit. Zuvor waren 14
Mitarbeiter infiziert. Drei Corona-Patienten würden derzeit
behandelt. Auch der 87-Jährige aus dem Kreis Spree-Neiße war dort,
der Mann habe schwere Vorerkrankungen gehabt. Seit Montag hat die
Klinik geplante Operationen ausgesetzt, Besuche sind verboten.

Die Zahl neuer Corona-Ansteckungen je 100 000 Einwohner der
vergangenen sieben Tage ist in Brandenburg auf über 10 gestiegen; sie
lag am Mittwoch bei 10,5. Am höchsten war der Wert im Landkreis
Oder-Spree mit 20,2. Diese Größe ist entscheidend für die Frage, ob
schärfere Corona-Regeln in Brandenburg in Kraft treten.

Wenn 35 neue Infektionen je 100 000 Einwohner nach sieben Tagen
übertroffen werden, wird die Maskenpflicht auf Büros und Gaststätten

erweitert, sofern man nicht an einem festen Platz ist. Zudem dürfen
dann nicht mehr so viele Menschen an privaten Feiern teilnehmen.