Neue Gesundheitsbestätigung - Kitas ab Montag im Regelbetrieb

28.06.2020 08:13

Dresden (dpa/sn) - Sachsens Kitas kehren nach coronabedingten
Einschränkungen von Montag an wieder zum regulären Betrieb zurück.
Mit der Neuregelung fällt das bisher geltende Gebot der strikten
Trennung der Gruppen innerhalb eines Gebäudes und auf dem
Außengelände weg. Zudem gibt es auch keine Einschränkung mehr bei den

Öffnungszeiten. «Eine große Erleichterung sowohl in der Kita-Branche

als auch bei vielen Eltern», sagte Dirk Reelfs, Sprecher des
Kultusministeriums auf Anfrage. Gerade von den Eltern habe es etwa
über soziale Medien viele positive Rückmeldungen gegeben.

Das Ministerium verwies zudem darauf, dass es eine neue
Gesundheitsbestätigung zur Vorlage in Krippen und Kindergärten gibt.
Demnach müssen die Eltern mit ihrer Unterschrift nur noch bestätigen,
dass das Kind symptomfrei ist - nicht mehr wie bisher der gesamte
Hausstand. Zudem wurden nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI)
die Symptome präzisiert - künftig zählen Husten, Fieber oder
Erbrechen dazu - nicht mehr aber etwa Schnupfen. Viele Eltern seien
in den vergangenen Wochen verunsichert gewesen, ob sie ihr Kind etwa
mit laufender Nase in die Kita bringen könnten, so Reelfs.

Corona-Schutzmaßnahmen gelten aber weiter. So müssen Eltern, die ihr
Kind zur Kita bringen oder abholen, einen Mundschutz tragen und
ausreichenden Abstand zu anderen Personen halten.

Die Diakonie, Träger von rund 270 Kitas in Sachsen, begrüßte den
Rückkehr zum Regelbetrieb unter Hygiene-Auflagen. Nun könnten auch
wieder offene und teiloffene Konzepte und damit verstärkt die Bildung
der Kinder in den Blick genommen werden, so Referentin Inga
Blickwede. Die vergangenen Wochen mit dem Prinzip der strikt
getrennten Gruppen hätten den Einrichtungen viel Kreativität und
Engagement abverlangt.

In Sachsen gilt zudem ab Dienstag (30. Juni) eine neue
Rechtsverordnung - bis zum 17. Juli. Diese sieht etwa Lockerung für
größere Familienfeiern und Musikclubs vor, Maskenpflicht und
Kontaktbeschränkungen bleiben aber vorerst bestehen.