477 registrierte Neuinfektionen - Sieben-Tage-Inzidenz sinkt

26.06.2020 16:40

Aus vielen Städten, Kreisen und Landkreisen werden nur sehr wenige,
teils keine Corona-Neuinfektionen gemeldet. Auch ein anderer
wichtiger Wert sinkt.

Berlin (dpa) - In Deutschland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen
pro sieben Tage laut Robert Koch-Institut (RKI) nach einem
zwischenzeitlichen Anstieg wieder etwas gesunken. So gab das RKI die
sogenannte 7-Tage-Inzidenz am Freitag mit 3,9 an (Datenstand 26.6. 0
Uhr). Das bedeutet, dass sich innerhalb von sieben Tagen knapp vier
von 100 000 Einwohnern angesteckt haben. Einige Tage zuvor hatte der
Wert nach lokal begrenzten Ausbrüchen unter anderem in Berlin und
Nordrhein-Westfalen noch bei 4,7 gelegen.

Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz hat Berlin nach den Angaben
von Freitag mit 11,0 den höchsten Wert, gefolgt von NRW (9,2) und
Bremen (4,7).

Bei allen Bundesländern zeigen die Kurvenverläufe dieses Wertes
derzeit nach unten oder bewegen sich auf niedrigem Niveau. Nach dem
Ausbruch des Coronavirus in der Tönnies-Fleischfabrik in
Rheda-Wiedenbrück in Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der
Neuinfektionen dort in den Kreisen Warendorf und Gütersloh weiter
rückläufig. Im Kreis Warendorf sank die Sieben-Tage-Inzidenz knapp
unter die Schwelle von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner.

Im stärker betroffenen Kreis Gütersloh liegt dieser Wert den Angaben

des RKI zufolge bei 177,7. Zwar ist das noch weit über der Schwelle
von 50 Fällen, jedoch sank der Wert bereits deutlich.

Die lokalen Behörden haben bundesweit 477 Corona-Infektionen binnen
eines Tages gemeldet, wie das RKI am Freitag meldete (Datenstand
26.6. 0 Uhr). Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192 556
Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

8948 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in
Deutschland - das bedeutet ein Plus von 21 im Vergleich zum Vortag.
Etwa 177 100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen
überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit
Datenstand 26.6., 0.00 Uhr, bei 0,57 (Vortag: 0,59). Das bedeutet,
dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen
ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa
eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an.
Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher
weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser
Wert mit Datenstand 26.6., 0.00 Uhr, auf 1,02 (Vortag: 1,11). Er
zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.