Gesundheitsministerin: Corona-Tests in Schlachthöfen angebracht

Magdeburg (dpa/sa) - Das Gesundheitsministerium in Sachsen-Anhalt
hält Coronavirus-Tests in allen Schlachtbetrieben des Landes für
angebracht. Solange keine Infektionsfälle auftreten, gebe es jedoch
keine Rechtsgrundlage für verpflichtende Tests, teilte das
Ministerium am Mittwoch mit. Daher möchte die Gesundheitsministerin
Petra Grimm-Benne (SPD) die Betriebe schriftlich für freiwillige
Tests sensibilisieren, hieß es. Zuvor hatte der MDR berichtet.

Die Behörden in Nordrhein-Westfalen haben am Dienstag den Alltag von
mehr als 640 000 Einwohnern in der Region um die größte deutsche
Fleischfabrik erheblich eingeschränkt. Hunderte Beschäftigte des
Tönnies-Betriebs in Rheda-Wiedenbrück hatten sich zuvor infiziert.

Währenddessen bleibt die Entwicklung der Corona-Pandemie in
Sachsen-Anhalt auf niedrigem Niveau. Seit Dienstag wurden lediglich
drei neue Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus registriert, wie das
Sozialministerium am Mittwoch mitteilte (Stand: 10.11 Uhr). Davon
wurde je ein Fall in Magdeburg, im Saalekreis und im Landkreis Harz
verzeichnet. Am Tag zuvor waren landesweit fünf Neuinfektionen
gezählt worden. Insgesamt liegt die Zahl der bestätigten
Corona-Infektionen im Land demnach bei 1860 Fällen.