Krankenhäuser fordern Investitionen vom Land

11.02.2020 11:30

Magdeburg (dpa/sa) - Die Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt hat
die Landesregierung zu millionenschweren Investitionen in die
Kliniken des Landes aufgefordert. Konkret fordert der
Interessenverband der Krankenhausbetreiber in einem offenen Brief,
das von Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) vorgelegte
kreditfinanzierte Investitionsprogramm in Höhe von insgesamt 700
Millionen Euro zu unterstützen.

«Die chronische Unterfinanzierung ist allgegenwärtig», heißt es in

dem Brief. «Wenn sich jetzt nichts tut, Sie jetzt nicht reagieren,
werden wir eine bedarfsgerechte Versorgung unserer Bürgerinnen und
Bürger bald nicht mehr sicherstellen können», warnt der
Interessenverband.

Die Kliniken beklagen schon seit Jahren, dass das Land zu wenig in
die Häuser investiere. Grimm-Benne, in deren Verantwortung die
Krankenhäuser fallen, hatte vorgeschlagen, über die Investitionsbank
700 Millionen Euro in die Krankenhäuser zu investieren. Die
landeseigene Bank soll dafür Kredite aufnehmen, das Land Zinsen und
Tilgung übernehmen. Der Vorschlag sieht vier jährliche Zahlungen von
175 Millionen Euro vor. Die CDU lehnte den Vorschlag bislang als
nicht finanzierbar ab.