Zecken-Saison beginnt: In Südhessen besteht höheres Risiko

09.04.2019 07:33

Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit dem Frühlingswetter beginnt auch wieder die
Zecken-Saison. In Hessen besteht nach Informationen des
Robert-Koch-Instituts vor allem in den südlichen Gebieten sowie im
Kreis Marburg-Biedenkopf ein erhöhtes Risiko, sich mit
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) anzustecken. In diesen Regionen
kommen Infektionen mit FSME häufiger vor - woran das liegt, könne man
nicht genau erklären, sagte Susanne Glasmacher vom
Robert-Koch-Institut. FSME und Borreliose sind die zwei bedeutendsten
Infektionskrankheiten, die von Zeckenbissen übertragen werden können.
Bei Borreliose-Infektionen gibt es aber keine regionalen
Unterschiede.

«Zeckenbisse kommen eigentlich das ganze Jahr über vor», sagte die
Expertin Glasmacher. Denn die Blutsauger würden schon aktiv, sobald
das Thermometer auf über acht Grad klettere. Wenn die Zahl der
Zeckenbisse im Frühjahr steigt, dann hängt das demnach nicht nur an
den wärmeren Temperaturen - sondern auch daran, dass die Menschen
kürzere Kleidung tragen und mehr draußen sind. Die Expertin rät
deshalb zur Vorsorge: «Lange Klamotten tragen, Zeckenspray benutzen
und regelmäßig die eigene Haut absuchen.»