Krankentagegeldversicherung für Arbeitnehmer

Einkommen bei längerer Krankheit absichern

Die Krankentagegeldversicherung ist eine private Zusatzversicherung, die Arbeitnehmer bei längerer Krankheit finanziell absichert. Sie zahlt einen vorher vereinbarten Betrag für jeden Tag, an dem Versicherte wegen einer Krankheit oder eines Unfalls arbeitsunfähig sind.

Mit einer privaten Krankentagegeldversicherung können Arbeitnehmer  Einkommenseinbußen bei längerer Krankheit abfedern. Sie ergänzt das gesetzliche Krankengeld und hilft, den gewohnten Lebensstandard auch bei mehrmonatiger Arbeitsunfähigkeit aufrechtzuerhalten. Besonders sinnvoll ist die Versicherung für Arbeitnehmer mit hohen finanziellen Verpflichtungen und geringem finanziellen Spielraum.

In den ersten sechs Wochen einer Erkrankung zahlt der Arbeitgeber das Gehalt weiter. Danach erhalten gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer Krankengeld von ihrer Krankenkasse. Dieses fällt jedoch niedriger aus als das bisherige Nettoeinkommen. Eine private Krankentagegeldversicherung kann diese Einkommenslücke schließen und dafür sorgen, dass Versicherte auch bei längerer Arbeitsunfähigkeit ihre laufenden Ausgaben bezahlen können.

DFV-Krankentagegeldversicherung

Hier können Sie sich über die Krankentagegeldversicherung der Deutschen Familienversicherung (DFV) informieren, den Beitrag berechnen und abschließen.

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Wie funktioniert die Krankentagegeldversicherung?
Arbeitnehmer vereinbaren beim Abschluss der Versicherung einen bestimmten Tagessatz und den Zeitpunkt, ab dem die Versicherung bei Arbeitsunfähigkeit zahlen soll. Bei gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmern beginnt die Leistung üblicherweise ab dem 43. Krankheitstag. Bis zum Ende der sechsten Krankheitswoche zahlt der Arbeitgeber das Gehalt weiter. Anschließend übernimmt die Krankenkasse die Zahlung des gesetzlichen Krankengeldes.

Das gesetzliche Krankengeld beträgt grundsätzlich 70 Prozent des regelmäßigen Bruttogehalts, höchstens jedoch 90 Prozent des Nettogehalts. Außerdem ist die Leistung durch die Beitragsbemessungsgrenze begrenzt. Vom Krankengeld werden noch Beiträge zur Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung abgezogen. Dadurch entsteht eine Lücke zum bisherigen Nettogehalt, die mit einer privaten Krankentagegeldversicherung ausgeglichen werden kann.

Die Höhe des versicherbaren Krankentagegeldes ist begrenzt. Die gesetzlichen und privaten Leistungen dürfen zusammen das Nettoeinkommen vor der Krankheit nicht überschreiten.

Wie viel kostet eine Krankentagegeldversicherung?
Die Beiträge einer privaten Krankentagegeldversicherung hängen insbesondere vom Alter, dem Gesundheitszustand, dem Beruf, der gewünschten Höhe des Tagegeldes und dem vereinbarten Leistungsbeginn ab. Je höher die tägliche Leistung ausfallen soll, desto höher ist der Versicherungsbeitrag.

Ein Vergleich der Stiftung Warentest aus dem Jahr 2026 zeigt, dass die Kosten überschaubar sein können: Ein gesunder, 35-jähriger Arbeitnehmer zahlt für ein Krankentagegeld von 20 Euro ab dem 43. Krankheitstag je nach Tarif zwischen 7 und 23 Euro monatlich.

Bei höheren Leistungen oder einem höheren Eintrittsalter können die Beiträge deutlich steigen. Vor dem Vertragsabschluss müssen Antragsteller in der Regel Gesundheitsfragen beantworten. Vorerkrankungen können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder einer Ablehnung des Versicherungsantrags führen.

Ist eine Krankentagegeldversicherung für Arbeitnehmer sinnvoll?
Interessant ist die Versicherung für Arbeitnehmer mit höherem Einkommen. Da das gesetzliche Krankengeld durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt ist, kann die finanzielle Lücke bei Gutverdienern erheblich ausfallen.

Ob sich eine private Krankentagegeldversicherung lohnt, hängt jedoch von der persönlichen Situation ab. Arbeitnehmer sollten zunächst berechnen, wie viel gesetzliches Krankengeld sie bei einer längeren Erkrankung erhalten würden. Anschließend können sie prüfen, ob sie mit diesem Betrag ihre laufenden Ausgaben bestreiten könnten. Wer ausreichend finanzielle Rücklagen besitzt oder auch mit einem geringeren Einkommen gut auskommt, benötigt möglicherweise keine zusätzliche Versicherung.