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Reisen zur Fußball-EM: Masern-Impfschutz überprüfen

Seit Anfang des Jahres gibt es in Polen und der Ukraine verstärkt Ausbrüche von Masern. Wer plant zur Fußball-EM nach Polen oder in die Ukraine zu fahren, sollte deshalb seine Masern-Impfung überprüfen. Die Kontrolle der Masern-Impfung ist für alle Personen wichtig bei denen der Impfstatus unklar ist, die in ihrer Kindheit nur einmal geimpft wurden und die gänzlich ohne Impfschutz sind.

Wer jetzt noch nicht über einen ausreichenden Impfschutz verfügt, sollte schnell handeln. Denn es dauert vier bis sechs Wochen bis der Masern-Impfschutz nach einer Masern-Impfung vollständig aufgebaut ist.

Normalerweise wird man schon im Kindesalter gegen Masern geimpft. Dies erfolgt in zwei Masern-Impfungen. Die erste Masern-Impfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat und die zweite Impfung bis zum Ende des 2. Lebensjahres. Dieser Impfschutz hält ein Leben lang an. Auch wer bereits Masern hatte, ist für den Rest seines Lebens immun.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, dass sich besonders alle nach 1970 geboren Erwachsenen bei denen es Unklarheiten gibt, ärztlich kontrollieren lassen, da es in dieser Altersgruppe große Impflücken bei Masern gibt. Auch für Jugendliche, die in ihrer Kindheit nicht oder nur einmal gegen Masern geimpft wurden, gibt es eine Empfehlung des STIKO, die Maser-Impfungen vor dem 18. Lebensjahr nachzuholen.

Die Krankenkassen übernehmen neben den frühkindlichen Masern-Impfungen auch die Impfkosten für die Masern-Impfung der nach 1970 geborenen Erwachsenen und Jugendlichen, da eine Impf-Empfehlung der STIKO vorliegt. Die Rechnung für die Masern-Impfung wird dabei zunächst selbst bezahlt und dann bei der Krankenkasse eingereicht. Wer vor 1970 geboren wurde, muss die Kosten der Masern-Impfung selber tragen. Bei berufsbedingten Masern-Risiko wie zum Beispiel bei der Pflege und Betreuung von Kindern übernimmt der Arbeitgeber die Kosten der Masern-Impfung.

Generell wird empfohlen vor Abreise nach Polen oder in die Ukraine die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene zu überprüfen. Hierzu zählen für Erwachsene Tetanus-, Diphtherie-, Keuchhusten- (Pertussis), Kinderlähmung- (Polio), Mumps-, Röteln- und Pneumokokken- Impfungen.

Für die Ukraine sind zudem Impfungen gegen Hepatitis A und FSME (Frühsommer-Meningo-Encephalitis) empfohlen. Für längere Aufenthalte in der Ukraine können zu dem Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus notwendig sein. Sinnvoll ist es in jedem Fall sich mit seinem Arzt abzustimmen.

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