Zahlen die Krankenkassen für die Impfungen gegen den Erreger der Gürtelrose?
Zahlen die Krankenkassen für Impfungen gegen Gürtelrose
BARMER: Massive Impflücke bei Herpes zoster
Meine Freundin ist kürzlich an Gürtelrose erkrankt. Ich habe große Angst, auch zu erkranken. Wieso tun die Krankenkassen nichts gegen die Verbreitung dieser Krankheit?
Seit Mai 2019 wird die Impfung gegen das Herpes-zoster-Virus (HZV), den Erreger der Gürtelrose, für alle Menschen ab 60 Jahren von den Krankenkassen erstattet. Dennoch ist die überwältigende Mehrheit der Versicherten über 60 Jahren bisher nicht geimpft. Zu diesem Befund kam der BARMER-Arzneimittelreport 2025 und spricht von einer "massiven Impflücke".
Die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) ist besonders für ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem wichtig. Die Gürtelrose-Impfung schützt vor einer schmerzhaften und oft langwierigen Erkrankung, die besonders ältere Menschen stark beeinträchtigen kann. Sie gilt als eine der effektivsten Impfungen zur Vorbeugung im Erwachsenenalter.
Gürtelrose entsteht durch das Varizella-Zoster-Virus, das auch Windpocken verursacht. Nach einer Windpocken-Infektion bleibt das Virus in Nervenzellen „schlummernd“ und kann Jahrzehnte wieder aktiv werden. Typische Symptome sind schmerzhafter, einseitiger Hautausschlag mit Bläschen, oft gürtelförmig. Das Risiko steigt stark mit dem Alter und bei geschwächtem Immunsystem.
Die Impfung mit dem Totimpfstoff „Shingrix“ bietet einen sehr hohen Schutz – über 90 Prozent Wirksamkeit, auch in höherem Alter. Der Impfstoff verringert stark das Risiko, überhaupt an Gürtelrose zu erkranken. Falls doch eine Erkrankung auftritt, verläuft sie oft deutlich milder.