Zahnzusatzversicherungen

Lücken im gesetzlichen Leistungskatalog füllen

Krankenkassen zahlen für Kronen, Brücken und anderen Zahnersatz nur Festzuschüsse zu den Behandlungskosten, den Rest tragen die Patienten. Private Versicherer bieten Zahn-Zusatzversicherungen an, mit denen der Patient seine Eigenbeteiligung deutlich senken kann. Verbraucherschützer raten vor einem Vertragsabschluss einer Zahn-Zusatzversicherung die Angebote genau zu vergleichen.

Auch Zahnmediziner warnen davor, den Abschluss einer Zusatzversicherung für die Zähne zu überstürzen. Die meisten Patienten bekommen von der eigenen gesetzlichen Krankenkasse ein Angebot für eine Zahnzusatzversicherung. Das muss aber nicht das beste und günstigste sein. Man sollte das Angebot daher nicht einfach unterschreiben.

Wer sich dann näher mit den angebotenen Zahnzusatzversicherungen beschäftigt, steht vor einem Dilemma: Der dargestellte Zahlensalat ist kaum durchschaubar oder vergleichbar. Zwar erstattet jede Versicherung einen Prozentsatz der Kosten. Doch wichtig ist, auf welchen Basisbetrag sich dieser Prozentsatz bezieht. Am besten sind Tarife für die Zahn-Zusatzversicherung, die sich am gesamten Rechnungsbetrag beteiligen. Eine Erstattung von 40 Prozent des gesamten Rechnungsbetrages ist mehr wert als eine Erstattung in Höhe von 50 Prozent vom Festzuschuss der gesetzlichen Krankenkasse.

Die Zahnzusatzversicherer schauen sehr genau hin, wann der Zahnarzt etwas zuerst diagnostiziert hat. Wer bei Schäden an den Zähnen, abgesehen von Unfällen, schnell eine Versicherung abschließt und rasche Kostenerstattung erwartet, liegt falsch. Häufig müssten Patienten warten, bevor sie die erste Rechnung an ihre Zahnzusatzversicherung einsenden dürfen. Viele Versicherer begrenzen zudem die Erstattung in den ersten Vertragsjahren. Geklärt werden muss auch, ob eine Police Leistungen ausschließt, Verblendungen an den hinteren Backenzähnen etwa, oder Erstattungen auf Höchstgrenzen beschränkt.