DAK 2011 offenbar weiter mit Zusatzbeitrag

DAK-Sprecher: DAK bei Gesundheitsfonds Zahlungen benachteiligt (PM 5.11.2010)

Die DAK plant offenbar, auch im Jahr 2011 einen Zusatzbeitrag von acht Euro zu erheben. In einem Gespräch mit dem Internetportal Krankenkassen.de sagte DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz: "Zur Zeit gehen wir davon aus, aber eine Entscheidung fällt der Verwaltungsrat erst Mitte Dezember. Ob die DAK auch 2011 auch einen Zusatzbeitrag erhebt, ist also noch in der Diskussion." 

Das System des Gesundheitsfonds habe die DAK benachteiligt, weil die Krankenkasse überdurchschnittlich viele ältere Menschen versichere. "Wir brauchen einen Hochrisikopool für besonders teure Behandlungen, weil der Gesundheitsfonds die nicht ausgleicht", erklärte Bodanowitz. In Einzelfällen lägen die Ausgaben für Patienten weit über dem Höchstwert, den der Gesundheitsfonds für einen einzelnen Versicherten ausschütte. In diesem Jahr seien das maximal 184.000 Euro.

Das Problem sieht der DAK-Sprecher also nicht in unterschiedlichen Verwaltungskosten, sondern in den abweichenden Versichertenstrukturen der Krankenkassen. "Selbstverständlich gehen wir mit den Beiträgen der Versicherten wirtschaftlich um", erklärt der Bodanowitz. "Sie fließen in die Versorgung. Wir haben eine ethische und gesetzliche Verpflichtung, jedem Versicherten zu helfen, auch wenn diese Versorgung noch so teuer ist".

Ohnehin gehe es in der derzeitigen Diskussion über Zusatzbeiträge ausschließlich um das Jahr 2011, heißt es bei der DAK. Die Politik habe zusätzliches Geld ins System gepumpt und den meisten Krankenkassen für ein weiteres Jahr Luft verschafft. "Die grundsätzliche Lage hat sich aber nicht geändert", sagt DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz. "Wir gehen davon aus, dass 2012 viele neue Zusatzbeiträge eingeführt werden."