Versicherte verweigern den Zusatzbeitrag

Jedes fünfte Krankenkassen-Mitglied kommt der Zahlungsaufforderung nicht nach

Mehr als ein Dutzend Krankenkassen erheben von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag. Nun hat eine Umfrage der "Thüringer Allgemeinen" unter mehreren großen Krankenkassen ergeben, dass viele der Kassen mit einer schlechten Zahlungsmoral der Versicherten zu kämpfen haben. Fünf der befragten Krankenkassen, klagten über eine schlechte Zahlungsmoral der Versicherten. Jeder fünfte Befragte hatte die geschuldeten Zusatzbeiträge noch nicht gezahlt.

20 Prozent der Mitglieder von DAK, BKK Gesundheit und BKK für Heilberufe hätten bislang die Zusatzbeiträge nicht gezahlt. Noch schlechter war die Zahlungsbilanz bei der City BKK. Hier sind es sogar 25 Prozent. Schlusslicht der Umfrage bildet die KKH Allianz. Fast 30 Prozent der Mitglieder hätten die Zahlungsaufforderung ihrer Krankenkasse ignoriert.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen verdeutlichte gegenüber der „Thüringer Allgemeinen" die Probleme, die dadurch für die Krankenkassen entstehen. Die Krankenkassen seien auf die Zusatzbeiträge angewiesen. Fallen diese eingeplanten Einnahmen weg, bringe das die Krankenkassen in eine „sehr schwierige Lage". Zwei der fünf Kassen, die die schlechte Zahlungsmoral ihrer beklagt haben - die City BKK und die BKK für Heilberufe - mussten unterdessen der zuständigen Aufsichtsbehörde ihre drohende Insolvenz melden. Im Falle der City BKK besteht sogar akut die Gefahr einer Krankenkassen-Schließung.

"Notfalls könnten die Krankenkassen ihre Leistung herunterfahren und dem säumigen Mitglied nur noch einen Anspruch auf Notversorgung gewähren.", so die Sprecherin des GKV-Spitzenverbandes. Der Aufwand eines Inkasso-Verfahrens lohne sich dagegen für die Krankenkassen kaum.

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