AMB Generali steigert Ergebnis kräftig

Zuwächse bei den Lebens- und Krankenversicherungen

Der Versicherungskonzern AMB Generali hat seinen Gewinn 2007 vor allem dank Zuwächsen bei den Lebens- und Krankenversicherungen deutlich gesteigert. Vor steuerlichen Sondereffekten legte das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 20,6 Prozent auf 417 Millionen Euro zu, wie die Tochter der italienischen Generali am Mittwoch in Köln mitteilte. Einen Einmaleffekt aus der Unternehmenssteuerreform eingerechnet, erreichte das Konzernergebnis 499 Millionen Euro. Davon sollen auch die Aktionäre profitieren: Die Dividende soll mit 2,90 Euro um 60 Cent höher ausfallen als ein Jahr zuvor.

«Wir haben trotz schwieriger Rahmenbedingungen 2007 alle Ziele erreicht und liegen in jeder Sparte über dem Branchenschnitt», sagte Vorstandssprecher Dietmar Meister. Aufs Ergebnis drückte der Orkan «Kyrill», der im Januar 2007 bundesweit Versicherungsschäden von 2,4 Milliarden Euro verursachte. Die Netto-Schadensbelastung der AMB Generali betrug 60 Millionen Euro.

Die gesamten Beitragseinnahmen steigerte der Konzern um 2,7 Prozent auf 13,77 Milliarden Euro und verbesserte sich damit nach eigenen Angaben in der Rangfolge der deutschen Erstversicherer vom dritten auf den zweiten Platz. 2008 solle das Konzernergebnis auf mindestens 450 Millionen Euro klettern, sagte Meister. Das Jahr sei bereits positiv angelaufen. «Unser Ziel ist es, bis 2014 absolut an der Spitze zu stehen.» Zur AMB Generali gehören unter anderem die AachenMünchener, Advocard und CosmosDirekt.

Meister betonte, über die bereits bekannten Stellenstreichungen hinaus sei kein weiterer Arbeitsplatzabbau geplant. 2006 hatte das Unternehmen angekündigt, bis 2009 rund 1500 Stellen zu streichen. «Das haben wir inzwischen zu 70 bis 80 Prozent bewältigt», sagte Meister. Zusätzlich sollen 400 bis 500 Arbeitsplätze durch die geplante Fusion der Töchter Volksfürsorge und Generali wegfallen. 2007 arbeiteten knapp 16 000 Mitarbeiter im Innen- oder Außendienst von AMB Generali, das waren 9,2 Prozent weniger als im Vorjahr.