Kleine Firmen bekommen mehr Zeit für Rückzahlung von Corona-Hilfen

Düsseldorf (dpa/lnw) - Weil die Corona-Pandemie der Wirtschaft noch
immer stark zusetzt, bekommen kleinere Firmen mehr Zeit für
Rückzahlungen von zu viel gezahlten Corona-Hilfen an den Staat. Die
Landesregierung wolle am Dienstag beschließen, die Frist von Ende
Oktober 2022 auf Ende Juni 2023 zu verlängern, sagte ein Sprecher
des NRW-Wirtschaftsministeriums am Samstag in Düsseldorf. Zuvor hat
te
die «WAZ» darüber berichtet.

Es geht um Soforthilfen für Solo-Selbstständige und kleinere Firmen
im Frühjahr 2020, als der Ausbruch der Pandemie weite Teile der
Wirtschaft in eine Art Schockstarre versetzte. Damals bekamen
Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten 9000 Euro Soforthilfe,
um Liquiditätsengpässe auszugleichen. Unternehmen mit bis zu 10
Beschäftigten erhielten 15 000 Euro und Unternehmen mit bis zu 50
Beschäftigten bis zu 25 000 Euro. Das waren pauschale Auszahlungen,
in NRW zahlten Land und Bund rund 4,5 Milliarden Euro aus.

Wie hoch genau der Anspruch war, wurde erst später rückwirkend
berechnet - daraus ergab sich, dass viele Firmen einige Tausend Euro
zu viel bekommen hatten. Da sie wegen der Pandemie-Folgen aber
weiterhin knapp bei Kasse sind, wurde die Rückzahlungsfrist
verschoben - nun folgt in NRW die nächste Fristverlängerung. Bisher
wurden in dem Bundesland im Rahmen der Corona-Soforthilfen bereits
879 Millionen Euro zurückgezahlt.