Leichter Rückgang der täglichen Impfquoten

Berlin (dpa) - Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen geht leicht
zurück. Sie lag am Mittwoch bei rund 610 000 verabreichten Impfdosen,
wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht. Es
seien am 17. November weniger registriert worden als zuvor. Am
Mittwoch vergangener Woche waren es 864 000, am Mittwoch vor
Weihnachten knapp 1,2 Millionen.

Mindestens 75,3 Prozent der Bevölkerung (62,6 Millionen Menschen)
haben mindestens eine erste Impfdosis erhalten. Die Bundesregierung
strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,1 Prozent der Bevölkerung (60,8 Mio.) haben nach
RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in
der Regel zwei Impfdosen nötig. Noch zählt das RKI auch Menschen, die
nur eine Dosis des Johnson-&-Johnson-Präparats erhalten haben, mit -
allerdings wird das gerade umgestellt. Künftig sollen
Johnson-&-Johnson-Geimpfte nur noch nach einer zweiten Impfdosis -
möglichst mit einem mRNA-Impfstoff wie dem von Biontech/Pfizer oder
Moderna - von den 2G-Regeln profitieren.

Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben 48,9 Prozent der
Bevölkerung (40,7 Mio.) erhalten. Diese ist wichtig für einen
wirksamen Schutz vor der besonders ansteckenden Virusvariante
Omikron.

Bei der Impfquote Erst- und Zweitgeimpfter liegt Bremen im
Bundesländer-Vergleich an der Spitze. Bei den Auffrischungsimpfungen
liegt das Saarland, vor Schleswig-Holstein und Bremen, an der Spitze.
Sachsen bleibt in beiden Vergleichen Schlusslicht.

24,7 Prozent der Bevölkerung (20,6 Mio.) sind bisher nicht geimpft.
Allerdings steht für 4,8 Prozent (4,0 Mio.) - Kinder unter fünf
Jahren - noch kein Impfstoff zur Verfügung.

Auf dem RKI-Dashboard wird zudem darauf hingewiesen, dass die
Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen seien, «da eine
hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht
werden kann». Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die
tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.