Kontaktregeln für weltliche Bestattungen werden gelockert

Hannover (dpa/lni) - Die strengen Corona-Kontaktbeschränkungen für
weltliche Bestattungen sollen gelockert werden. Bisher dürfen in
Niedersachsen höchstens zehn Menschen daran teilnehmen - wenn einer
der Teilnehmer nicht geimpft oder genesen ist, sogar nur ein Haushalt
plus zwei Menschen aus einem weiteren Haushalt. Von Samstag an solle
dies unter Vorgabe der 3G-Regel nicht mehr gelten, kündigte eine
Regierungssprecherin am Freitag an. Wer nicht geimpft oder genesen
ist, kann dann mit einem negativen Corona-Test an dem Begräbnis
teilnehmen.

Die Lockerung werde für die Trauerfeier und den Gang zum Grab gelten,
nicht aber für das anschließende Beisammensein der Trauergemeinde,
erklärte die Sprecherin. Für religiöse Bestattungen gibt es in der
Corona-Verordnung des Landes keine Beschränkungen.

Ein Bestatter aus dem Ammerland hatte die bisherige Regelung in der
«Nordwest-Zeitung» (Freitag) als «Unding» bezeichnet. Die
Ungleichbehandlung religiöser und weltlicher Bestattungen sorge bei
den Trauernden für viel Unmut, wenn Angehörige von den Trauerfeiern
ausgeschlossen werden müssten.